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  Logopädie in den Asklepios Kliniken Schildautal  
Schwerpunkt: Aphasie / Sprachstörungen


Sprache bedeutet die Fähigkeit, innerhalb eines Gespräches mit dem Gegenüber Informationen, Gedanken und Empfindungen auszutauschen. Dazu steht uns ein Sprachsystem mit einzelnen Lauten / Buchstaben, bedeutungshaltigen Wörtern und einer Grammatik (Satzbildung, Verbflexion, ...) zur Verfügung; dieses gilt sowohl für die gesprochene als auch für die geschriebene Sprache.
 

Bei Aphasien handelt es sich um erworbene Sprachstörungen im Gegensatz zu kindlichen Sprachentwicklungsverzögerungen; d.h., die Sprache wurde zuvor vollständig erlernt und zeigt jetzt, während oder in Folge einer Erkrankung, Auffälligkeiten innerhalb des Sprachsystems.
 

Bedingt durch Schlaganfälle, Schädel-Hirn-Traumata oder neurologische Erkrankungen sind, je nach Ort und Ausmaß der Schädigung, das Verstehen und das Produzieren von Sprache in unterschiedlichen Ausprägungsgraden beeinträchtigt. Persönliche Gedanken und Empfindungen können sprachlich nur noch bruchstückhaft oder gar nicht mehr vermittelt werden.
 

Sehr häufig ist das schnelle Finden von Wörtern gestört, wobei es zu Satzabbrüchen oder zu unangemessenen Umschreibungen des Zielbegriffes kommt. Oft werden auch Wörter mit falscher Bedeutung benutzt oder Neologismen (= Wortneuschöpfungen) gebildet.
 
Bei sehr ausgeprägten Störungen kann das Finden von Wörtern so schwer betroffen sein, dass nur noch einzelne Wörter oder Sprachlaute gebildet werden können.
 
Auf der lautlichen Ebene kann es zu Auslassungen, Ersetzungen oder Vertauschungen innerhalb des Wortes kommen. Gleiches gilt für die Schriftsprache.

Ferner treten bei Aphasien Sprachverständnisstörungen in der gesprochenen Sprache und beim Lesen auf. Bei leichten Sprachstörungen ist das Verstehen komplexer Inhalte erschwert, bei schweren Sprachverständnisstörungen können nur noch einfache, kurze Hauptwörter in ihrer Bedeutung erfasst werden.
 

Bei bestimmten Aphasietypen  kann zusätzlich eine Sprechapraxie (sprechmotorische Planungsstörung) die Ausdrucksmöglichkeiten beeinträchtigen.
 

Wichtig: Bei Aphasien ist ausschließlich die Sprache gestört, das Denken und die Intelligenz sind nicht beeinträchtigt.
 
Allerdings wirken sich Sprachstörungen unmittelbar auf die Alltagskommunikation aus und bedeuten einen erheblichen Einschnitt im Umgang mit Partnern, Familie und Freunden.

 
Diagnostik:
In der Diagnostikphase werden die unterschiedlichen Sprachebenen (Wortfindung, Wortlaut, Wortbedeutung, Grammatik, Schriftsprache, Sprachverständnis) untersucht, um das Ausmaß der Aphasie sowie die Störungsschwerpunkte zu ermitteln; hierzu stehen uns standardisierte und informelle Testverfahren zur Verfügung.


Therapie:
In der Therapie sollen die sprachliche Ausdrucksfähigkeit und das Sprachverständnis wieder aufgebaut und stabilisiert werden; anhand der aus der Diagnostik gewonnenen Erkenntnisse werden gezielt die Einzelmodalitäten beübt und in der Gruppensituation kommunikativ weiterentwickelt.
 
Die Therapieinhalte werden individuell an die sprachlichen Fähigkeiten des Patienten angepasst, um eine optimale Unterstützung bei der Rehabilitation der Sprachfunktion zu gewährleisten.
 
Ferner steht ein speziell für Sprachstörungen entwickelter Computertherapieraum mit sechs Arbeitsplätzen zur Verfügung. Mit den hier angewendeten computergestützten Behandlungsverfahren kommen modernste Therapiemethoden zum Einsatz, um die spezifischen Störungen des Sprachsystems noch intensiver und erfolgreicher behandeln zu können. Aufgrund dieses „intensivsprachlichen“ Therapiekonzepts wird eine Übungsdichte erzielt, die ihre Effektivität in wissenschaftlichen Studien klar belegt hat.
 

Kontakt:

Herr Hans-Joachim Kaufholz

Logopädie

Asklepios Kliniken Schildautal

Karl-Herold-Str. 1

38723 Seesen

 

Telefon: 0 53 81 / 74 26 78

Telefax: 0 53 81 / 74 25 46

Email: Logopädie

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Schwerpunkt: Dysarthrophonie / Sprechstörungen


Im alltäglichen Gespräch tauschen wir mit unseren Gesprächspartnern formale Inhalte  sowie persönliche Gedanken, Vorstellungen und Empfindungen aus. Damit der Gesprächspartner uns verstehen kann, müssen wir die verwendeten Wörter und Sätze verständlich aussprechen; eine zusätzliche Verdeutlichung erfährt das Gesprochene durch Betonungen und die Intonation im Satzverlauf.
Durch Einschränkungen in der Verständlichkeit kann es zu Missverständnissen und Fehleinschätzungen gegenüber dem Kommunikationspartner kommen.

Bei Dysarthrophonien bestehen in unterschiedlichem Ausmaß Störungen des Sprechens (Artikulation), der Stimmfunktion, der Atmung und des natürlichen Sprechablaufs. Es kommt hierbei zu Schwächen oder Lähmungen der am Sprechvorgang beteiligten Muskulatur. Diese Sprechstörungen können durch Schlaganfälle, Schädel-Hirn-Verletzungen und neurologische Erkrankungen verursacht werden.

Diagnostik:
Um das Ausmaß und den Störungsschwerpunkt von Sprechstörungen zu ermitteln, werden in der Diagnostik die am Sprechvorgang beteiligten Einzelbereiche in ihrer Leistungsfähigkeit erfasst. Dazu zählen die Körperhaltung, Atmung und Stimmgebung, die orofaciale Motorik, Artikulation, Prosodie (Sprechmelodik, Betonung) und die Verständlichkeit.
 
Das maßgebliche Kriterium für eine Beurteilung des Sprechens ist das Verständlichkeitsergebnis im Alltag; dieses ergibt sich aus der Qualität aller Einzelfunktionen und ihrer optimalen Abstimmung zueinander.
 
Therapie:
In der Therapie sollen die am Sprechvorgang beteiligten Funktionen so aufgebaut und stabilisiert werden, dass eine verständliche und damit effektive Kommunikation wieder stattfindet. Hierzu dienen die aus der Diagnostik gewonnenen Erkenntnisse, um Therapieschwerpunkte sowie wirksame Sprechstrategien anzubahnen und zu festigen. Parallel erfolgt durch Teilnahme in einer Gruppe die Anwendung des Erlernten in einer alltagsähnlichen Situation. Im weiteren Verlauf sollen dann diese Fähigkeiten in den Alltag übertragen werden.

Therapiemethoden bei Kommunikationsstörungen sind u.a.:
:: Verschiedene standardisierte und informelle Aphasie-/Dysarthriediagnostik- und Therapieverfahren
:: LOGOGEN-Diagnostik und Therapie
:: MULTIMODALE STIMULATION
:: MODAK
:: TAKTKIN
:: FUNKTIONALE STIMMTHERAPIE und andere Stimm-Therapiekonzepte
      

Schwerpunkt: Dysphagie / Schluckstörungen

 
Im Rahmen von Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumen oder neurologischen Erkrankungen können Störungen in der Schluckfunktion auftreten; hierbei kann es während der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme zu häufigem „Verschlucken“ mit spontaner Hustenauslösung kommen oder sogar die Auslösung des Schluckreflexes nicht mehr möglich sein. In schweren Fällen kann eine Schluckstörung Lungenentzündungen auslösen und die Nahrung sowie Flüssigkeit dürfen nur noch über Sonden zugeführt werden.
 

Die Nahrungsaufnahme gliedert sich in verschiedene Schluckphasen auf, die ihrerseits perfekt koordiniert ablaufen müssen.
 
Die Ess-Sequenz beginnt mit der Wahrnehmung der zubereiteten Nahrung, gefolgt von der Einnahme des Essens in den Mund, der Kau- und Einspeichelungsphase, der Auslösung des Schluckreflexes und endet mit der Passage des Nahrungsbolus durch den Rachen in die Speiseröhre.
 
In diesem differenzierten Zusammenspiel von Organen, Hirnnerven und Muskeln kann schon eine gestörte Teilleistung eine physiologische Nahrungsaufnahme unmöglich machen.

 
Diagnostik:
Innerhalb der klinischen Untersuchung werden die verschiedenen am Schluckvorgang beteiligten Funktionen (Körperhaltung, orofaciale Muskelaktivität und Sensibilität, Schutzmechanismen, Reflexe, ...) und die Ablaufphasen überprüft. Bei Bedarf wird zusätzlich weiterführende apparative Diagnostik durchgeführt, um die Befunderhebung zu vervollständigen. Nach diesen Ergebnissen richtet es sich, ob Nahrung und Flüssigkeit oral aufgenommen werden dürfen oder ob zunächst über Sonden ernährt werden muss.

 
Therapie:
Primär werden die notwendigen orofacialen Bewegungsfunktionen, die Sensibilität und effektive Schutzfunktionen aufgebaut. Weiter erfolgt, je nach Ausprägung der Schluckstörung, die Anbahnung bzw. Sicherung der physiologischen Schluckfunktion und / oder die Erarbeitung notwendiger Kompensationsstrategien zur Unterstützung eines effektiven Schluckablaufes.

 
Sind die entsprechenden Voraussetzungen zur oralen Nahrungsaufnahme gegeben, erfolgt parallel zu den spezifischen Übungsinhalten der Kostaufbau über verschiedene, individuell an den Patienten angepasste Nahrungskonsistenzstufen. 
 
Bei der Rehabilitation der Schluckfunktion kommt im Besonderen die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Therapierichtungen und der Pflegekräfte zum Tragen.
 

Schwerpunkt: Facialisparese / Gesichtslähmung
 

Innerhalb der Kommunikationssituation sind nicht nur Sprache und Sprechmotorik erforderlich, sondern auch die mimischen Bewegungen des Gesichtes. Diese sprachbegleitende Mimik ist von wesentlicher Bedeutung zur persönlichen Einschätzung des Gesprächspartners und zur Verdeutlichung der vermittelten Inhalte.
 

Neurologische Erkrankungen können die Funktion der Nerven so beeinträchtigen, dass es zu einer Hemmung in der Weiterleitung der Bewegungsimpulse kommt. Dies führt zu reduzierten Bewegungsausmaßen oder Funktionsausfällen in der Gesichtsmuskulatur.

 
Diagnostik / Therapie:
Innerhalb der Diagnostik und Therapie werden grundsätzlich beide Gesichtshälften beachtet, um die Symmetrie in der Mimikfunktion wiederherzustellen. Sowohl in einzeltherapeutischer Behandlung  als auch durch angeleitete Bewegungs- und Entspannungsübungen im Gesicht werden Funktionen der betroffenen Muskulatur aufgebaut; Bereiche mit übermäßiger Muskelspannung müssen in ihrer Aktivität gedämpft werden.

  

Therapiemethoden bei Orofacialen Störungen:

:: FOTT
:: AFFOLTER
:: Funktionelle Dysphagietherapie
:: Kompensatorische Schlucktechniken
:: PNF
:: PERFETTI