Leitsymtome sind die rasche, belastungsabhängige und wechselnd ausgeprägte Schwäche der Skelettmuskulatur, die oft im Tagesverlauf schwankt und in den Abendstunden verstärkt ist. Die Erkrankung betrifft zu Beginn häufig nur bestimmte Muskelgruppen, wie zum Beispiel die Augen- oder die Kaumuskulatur, die die Krankheitserkennung schwierig machen kann . Infekte, bestimmte Medikamente , hormonelle Umstellungen sowie seelischer Stress wirken oft krankheitsverstärkend.
Die Diagnostik der Erkrankung besteht aus einer körperlichen Funktionsüberprüfung des Nerven- und Muskelsystems, einer Blutuntersuchung mit Bestimmung von bestimmten Gegenstoffen (z. B. Acetylcholin Rezeptor Antikörpern), einer elektrischen Überprüfung der Übertragunsfähigkeit der Signale vom Muskel auf den Nerven, sowie einer radiologischen Untersuchung des Brustkorbs, um zu kären, ob eine Vergrößerung oder ein Tumor der Thymusdrüse vorliegt, die bei 65% der Patienten Krankheitsursache ist. Die Erkennung und ggf. operative Entfernung ist wichtiger Bestandteil der Diagnostik und Therapie, da immunologische Vorgänge in der Thymusdrüse für die Entwicklung und Aufrechterhaltung der Myasthenie verantwortlich gemacht werden.
Nach Feststellung der Krankheit müssen die Patienten häufig auf eine Dauermedikation eingestellt werden, um die Signalübertragung auf die Muskulatur zu verbessern.
Wichtig ist für uns eine fachkundige Betreuung der Erkrankten mit individueller Beratung und Empfehlung zur Diagnostik und Therapie, insbesondere bei bestimmten Lebensumständen wie Infekten, Schwangerschaft etc..
Ansprechpartner: Frau M. Schnegelsberg