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Über die Neurophysiologie an den Asklepios kliniken Schildautal:


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Elektroencephalographie (EEG)

Die Elektroencephalographie, oder abgekürzt das EEG, beurteilt die elektrische Aktivität der Hirnoberfläche. Diese Untersuchung erfolgt mit ca. 20 Elektroden, die mit Hilfe elastischer Bänder auf der Kopfhaut befestigt werden.

 

Die Ableitung erfolgt über 10 bis 20 Minuten je nach Fragestellung. In bestimmten Fällen wird eine Hyperventilation (verstärkte Atmung für 3 Min.) oder eine Stimulation mit hellen stroboskopartigen Lichtblitzen durchgeführt. Die Untersuchung ist ungefährlich und schmerzfrei.

 

Evozierte Potentiale (EP)

Bei der Untersuchung der evozierten Potentiale werden verschiedene Sinnesmodalitäten (z.B. Sehen, Hören oder Fühlen) wiederholt in rascher Reihenfolge stimuliert und die Antwort bestimmter Nervenzellverbände gemessen. Mit dieser Untersuchung kann zum Beispiel ein Hautnerv am Bein elektrisch gereizt werden und die Reizantwort im Bereich des Rückenmarks oder des Gehirns mit Oberflächenelektroden registriert werden. Der Reiz ist schmerzlos, und die Ableitung erfolgt wie beim EEG mit Oberflächenelektroden. Die Reizung des visuellen Systems erfolgt mit einem Mosaikmuster auf einem Monitor und die Reizung des akkustischen Systems mit Klickgeräuschen über einen Kopfhörer. Die Untersuchung dieser o.g. evozierten Potentiale ist ungefährlich und schmerzfrei.

 

Eine weitere Untersuchungstechnik der evozierten Potentiale sind die motorisch evozierten Potentiale (MEP). Hier werden mit einem sehr kurzen aber starken magnetischem Impuls über der Kopfhaut die motorischen Nervenzellen stimuliert und die Muskelantwort an den Händen und Beinen gemessen. Der magnetische Impuls ist zwar nicht schmerzhaft, sollte aber nicht bei Patienten mit Herzschrittmachern, bestimmten Metallimplantaten oder Epilepsie eingesetzt werden.

 

Elektroneurographie (ENG)

Durch einen kleinen elektrischen Impuls wird der zu untersuchende Nerv gereizt (wie beim Reizstrom) und in einiger Entfernung entweder von einem Muskel oder z.B. von der Haut eines Fingers die Spannungsschwankung abgeleitet. Hierduch kann der Nerv in verschiedenen Abschnitten untersucht werden.

 

Elektromyographie (EMG)

Mit einer dünnen Nadelelektrode sticht der Untersucher in einen Muskel. Nun werden die Spannungsschwankungen in Ruhe und unter Anspannung des Muskels registriert und beurteilt. Durch diese Untersuchung ist es möglich, typische Veränderungen durch Erkrankungen der Muskulatur oder aber bei einer Schädigung der Nervenfasern, die den Muskel versorgen, nachzuweisen. Die Untersuchung ist etwas schmerzhaft und darf bei Störungen der Blutgerinnung (z.B. Einnahme von Marcumar) nicht durchgeführt werden.

Kontakt:

Dr. med. Rudolf Brodhun

Klinik für Neurologie und Neuropsychiatrie

Asklepios Kliniken Schildautal

Karl-Herold-Str. 1

38723 Seesen

 

Telefon: 0 53 81 / 74 13 53

Telefax: 0 53 81 / 74 12 90

Email: Sekretariat

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Neurophysiologie EEG / EP

Dr. med. Gregor Herrendorf

Neurologie und Neuropsychiatrie

Asklepios Kliniken Schildautal

Karl-Herold-Str. 1

38723 Seesen

 

Telefon: 0 53 81 / 74 13 50

Telefax: 0 53 81 / 74 13 20

 

 

Neurophysiologie ENG / EMG

Dr. med. Jan Drackle

Neurologie und Neuropsychiatrie

Asklepios Kliniken Schildautal

Karl-Herold-Str. 1

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Dr. med. Rudolf Brodhun

Neurologie und Neuropsychiatrie

Asklepios Kliniken Schildautal

Karl-Herold-Str. 1

38723 Seesen

 

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Telefax: 0 53 81 / 74 13 20

 

 

Anmeldung:

Neurologie und Neuropsychiatrie

Asklepios Kliniken Schildautal

Karl-Herold-Str. 1

38723 Seesen

 

Telefon: 0 53 81 / 74 13 50

Telefax: 0 53 81 / 74 13 20

Schwerpunkte der Neurophysiologie:

Elektroencephalographie (EEG):

Neben den Standard-EEG-Ableitungen mit digitalen EEG-Geräten werden bei bestimmten Fragestellungen weitere EEG-Techniken angewandt:

 

           ::  Hyperventilation: Mehratmung für 3 Min.

 

           ::  Fotostimulation: helle Lichtblitze in verschiedenen

               Frequenzen

 

           ::  Schlafentzug bzw. Schlaf-EEG: Längere EEG-

               Ableitung nach einer Nacht ohne Schlaf

 

           ::  Video-EEG-Monitoring zur prächirurgischen Epilepsiediagnostik.  
           Kontinuierliche Video-EEG-Aufzeichnung mit Oberflächenelek-
           troden oder implantierten, invasiven EEG-Elektroden. Durch
           Anfallsregistrierung und gegebenenfalls kortikale Stimulation wird 
           die Region des Anfallsursprungs identifiziert.

 

           ::  Elektrokortikographie: EEG-Ableitung direkt von der

               Hirnoberfläche während neurochirurgischer Eingriffe

 

 

Evozierte Potentiale

Visuell evozierte Potentiale (VEP):

Getrennt für beide Augen werden optische Reize (Blitz oder Musterreize, z.B. Schachbrettmuster) mit einer Frequenz zwischen 0,9 und 2,1 Reize/Sek. appliziert. Das EEG wird mit einer occipitalen Elektrode abgeleitet. Beurteilt wird die Latenz und die Amplitude des Potentials (sog. P100-Welle). Eine Latenzverlängerung findet sich insbesondere bei entzündlichen Veränderungen des Sehnervens (z.B. Optikusneuritis bei MS).

 

Akustisch evozierte Potentiale (AEP):

In der Neurologie werden nahezu ausschließlich die frühen akustischen Antworten (bis 8ms Latenz) verwendet. Nach wiederholter (1000 bis 2000 Mal) Reizung des Ohres (Kopfhörer mit Klickgeräuschen) wird eine Potentialkurve über dem Mastoid abgeleitet. In der Regel sind fünf Wellen der frühen AEP abgrenzbar. Wegfall der Wellen oder Latenzverzögerung tritt auf bei Hirnstammprozessen, Akustikusneurinomen, cochleären Schädigungen (d.h. Schädigungen im Ohr gelegen).

 

Somatosensibel evozierte Potentiale (SSEP):

Sensible Nerven werden elektrisch gereizt, und das ermittelte Antwortpotential wird über der Postcentralregion abgeleitet. Zusätzlich können Potentiale im Bereich des Erb’schen Punktes (oberer Plexus) und des Rückenmarks abgeleitet werden und so der Ort der Schädigung genauer eingegrenzt werden. Typische Nerven sind: N. tibialis, N. ulnaris, N. medianus, N. suralis, N. peronaeus, N. cutaneus femoris lateralis, N. trigeminus. Die SSEP sind pathologisch bei Schädigungen sowohl des peripheren Nerven als auch der zentralen sensiblen Leitungsbahnen.

 

Motorisch evozierte Potentiale (MEP):

Mit einer Magnetspule wird durch einen sehr kurzen aber starken magnetischen Impuls die motorische Hirnrinde von außen stimuliert. Es lässt sich so eine Muskelkontraktion auslösen. Zusätzlich wird die Wurzel des peripheren Nervens in einer zweiten Messung im Bereich des Rückenmarks magnetisch stimuliert. Der Unterschied dieser beiden Latenzen entspricht dann der zentralen motorischen Leitungszeit (von der motorischen Hirnrinde bis zum Beginn des peripheren motorischen Nervens im Rückenmark).

 

Untersucht werden Muskeln der Hand und des Unterschenkels. Die zentral motorische Leitungszeit ist pathologisch bei Infarkten, degenerativen Erkrankungen, Halsmarkengen etc. Die MEP dürfen nicht untersucht werden bei Patienten mit Schrittmacher, frischen Herzinfarkten, Herzrhythmusstörungen und anderen metallischen Gegenständen im Körper. Epilepsie ist eine relative Kontraindikation.