Die Liquordiagnostik stellt besonders in der Diagnostik von akuten und chronischen Entzündungen im zentralen und peripheren Nervensystem die richtungsweisende Untersuchung dar. Auch in der Diagnostik von dementiellen und neoplastischen Erkrankungen liefert die Untersuchung des Liquors entscheidende Befunde.
Durch die differenzierte Auswertung der Ergebnisse im integrierten Befundbericht ist eine zeitnahe Festlegung des weiteren therapeutischen Vorgehens möglich und für den Patienten in Bezug auf die Prognose entscheidend.
Es werden in unserem Liquorlabor ca. 2000 Liquor- und Serumproben im Jahr analysiert.
Das liquordiagnostische Spektrum umfasst:
:: Zellzytologie, Zelldifferenzierung, Gramfärbung
:: Bestimmung des Gesamtproteins und des Laktats im
Liquor
:: Bestimmung der Liquorproteine (Albumin, Immunglobulin
A,M,G im Liquor und Serum) mit Auswertung im
Quotientendiagramm nach Reiber
:: Isoelektrische Fokussierung mit Nachweis von intrathekal
synthetisiertem Immunglobulin G (sog. oligoklonale
Banden)
:: Spezifische Antikörpersynthese für Masern, Röteln,
Zoster und Herpes im Liquor
Die Befunde werden unter Berücksichtigung der klinischen und apparativen Zusatzuntersuchungen im integrierten Befundbericht durch die ärztlichen Mitarbeiter ausgewertet. Spezielle Untersuchungen, wie z.B. die für die Alzheimer-Diagnostik übliche Bestimmung von Tau-Protein und ß-Amyloid im Liquor, werden in auswärtigen Laboren durchgeführt; diese Befunde werden in die abschließende Beurteilung integriert. |