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Diagnostisches und therapeutisches Spektrum Das Leistungsprofil ist überwiegend operativ ausgerichtet. Im Rahmen der präoperativen Diagnostik kommen die folgenden Verfahren zum Einsatz: :: konventionelles Röntgen, Funktionsröntgen :: Ultraschall (Sonografie) incl. Untersuchung der Säuglingshüfte :: Computertomografie :: Kernspintomografie (MRT) :: Myelografie (Kontrastmitteldarstellung des Rücken- markkanals) :: Nucleografie (Kontrastmitteldarstellung der Bandscheibe) :: Elektromyografie (EMG), Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) und der sensorisch evozierten Potentiale (SEP) :: Laboruntersuchungen incl. Rheuma- und Arthritisserologie sowie Mikrobiologie
Die therapeutische Versorgung umfasst das gesamte Spektrum der orthopädischen Erkrankungen. Dabei handelt es sich sowohl um angeborene als auch erworbene Fehlbildungen und Erkrankungen des Haltungs- und Bewegungsapparates jeder Altersgruppe. Folgende Schwerpunkte des Leistungsprofils können besonders hervorgehoben werden: Wirbelsäulenchirurgie
:: Moderne Operationen über dorsale (vom Rücken) und ventrale (von vorne, bauchseitig) Zugänge an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule bei Verletzungen und degenerativen, entzündlichen oder tumorösen Erkran- kungen sowie nach erfolglosen vorausgegangenen Bandscheibenoperationen :: Minimal-invasive Eingriffe bei gegebener Operations- indikation von Bandscheibenvorfällen (vollendoskopische Bandscheibenoperation, mikroskopisch assistierte Operationen) :: Versteifungsoperationen bei verschleißbedingten Verän- derungen und Instabilitäten der Wirbelsäule unter Anwendung eines computergestützten Operationsnavigators (Vector Vision²), um die Implantate mit idealer Präzision zu plazieren
:: Minimal-invasive oder nichtoperative von Wirbelkanalstenosen oder z.B. Behandlung bandscheiben-bedingter Beschwerden ohne schwere Prolapsbildung, z. B. mit intraspinaler (CT-gesteuerter) Kathetertherapie, intradiscaler Elektrowärmetherapie (IDET), dies kann z.B. auch im Rahmen einer stationären konservativen Therapie stattfinden. In ausge- wählten Fällen Anwendung spezieller konservativer Maßnahmen wie z.B. Chirotherapie. :: Implantation von Bandscheibenendoprothesen
Gelenkersatz :: Implantation von Endoprothesen an Hüft-, Knie-, Schulter-, Ellenbogen-, Hand- und Fingergelenken bei Arthrosen (Gelenkverschleiß), nach Frakturen und anderen Gelenkzerstörungen, wie z.B. bei rheumatischen Erkrankungen :: Verwendung verschiedener hochmoderner zertifizierter Kunstgelenke, welche indikationsgerecht zementfrei, teilzementiert (Hybrid-TEP) oder zementiert unter Einsatz modernster Zementiertechniken eingesetzt werden. Dabei kann in den meisten Fällen von Hüftendoprothesenope- rationen minimalinvasiv operiert werden (MIS oder MIC genannt). Dadurch wird bei verkleinertem Hautschnitt eine sofortige Belastung ohne Unterarmstützen möglich. :: Teilweise erfolgt die Endoprothesenimplantation an Knie- und Hüftgelenken mit Navigation (Navitrak). :: Durchführung von Revisionseingriffen (Wechseloperationen) bei Lockerungen, Infektionen, Knochenbrüchen im Prothesenbereich mit speziellen und z.T. individuell angefertigten Implantaten
:: Wir verwenden für Gelenkersatz in der Orthopädischen Klinik ausschließlich qualitativ hochwertige Prothesen der Firma Zimmer.
Endoskopische Verfahren :: Gelenkspiegelung (Arthroskopie) aller zugängigen Gelenke (Knie, Schulter, Ellenbogen, Hand- und Sprunggelenke) :: Arthroskopische Eingriffe am Knie wie Meniskusteilentfernung oder -rekonstruktion, Therapien bei Knorpelschäden, Entfernung der Gelenkinnenhaut bei Entzündungen (Synovektomie), Entfernung freier Gelenkkörper und speziell arthroskopisch assistierter Ersatz des gerissenen vorderen Kreuzbandes mittels Sehnenplastik (aus Ligamentum patellae oder Semitendinosussehne). An der Schulter erfolgt die arthroskopische Therapie insbesondere nach Luxationen (Verrenkungen) sowie bei schmerzhafter Bewegungsein-schränkung nach erfolgloser konservativer Therapie. :: Arthroskopische Diagnostik und Therapie sowohl nach frischen Verletzungen als auch bei degenerativen Leiden :: Arthroskopisch assistierte Teilversteifungen des Fußgelenks bei schmerzhaften Arthrosen (minimalinvasive Technik)
Rheumabehandlung und Handchirurgie :: Umfangreiche Rheumachirurgie an allen betoffenen Gelenken einschließlich der Wirbelsäule (Synovektomien, plastisch-rekonstruktive Verfahren, Endoprothetik) :: Durchführung von Radiosynoviorthesen (Behandlung entzündeter Gelenkinnenhaut) mittels Injektionen in die Gelenke in Kooperation mit der Nuklearmedizinischen Abteilung :: Spezielle Handchirurgie wie Erst- und Revisionseingriffe an Sehnen und Sehnenscheiden, Hand- und Fingergelenken, Eingriffe bei Morbus Dupuytren :: Die Klinik ist Mitglied des Rheumazentrums Nordbrandenburg e.V.
Unfallverletzungen (Traumatologie) :: Behandlung von Wirbelsäulenverletzungen (Frakturen, Luxationen), einschließlich Vertebro- und Kyphoplastiken :: Arthroskopische Diagnostik und Therapie bei Knie- und Schultergelenkverletzungen :: Endoprothetische Behandlung von Oberschenkelhals-brüchen und Brüchen bei liegenden Endoprothesen :: Operative Versorgung von Sehnenverletzungen :: Sportmedizinische Behandlung und Beratung
Behandlung von angeborenen Fehlbildungen und Erkrankungen des Kindesalters :: Plastisch-korrektive Operationen bei Fehlbildungen der Füße, z.B. Klumpfuß :: Beckenosteotomien und hüftnahe Stellungskorrekturen bei Dysplasie, Luxation, Subluxation :: Operative Versorgung von Wachstumsfugenlösungen (Epiphyseolyse) :: Konservative (nicht-operative) Behandlung von z.B. Luxationshüften sowie entzündlichen Erkrankungen (Coxitis) oder Morbus Perthes :: Eingriffe bei Folgeerscheinungen frühkindlicher Hirnschäden (Spastiken, Fehlstellungen) Bei den meisten Operationen erfolgt die Anwendung modernster Hautnahttechniken wie z.B. die intracutane Hautnaht mit selbstauflösendem Fadenmaterial, welches zu kosmetisch sehr günstigen Ergebnissen führt und ein Fadenzug entfällt. Elektrophysiologische Diagnostik Die Klinik führt teils ambulant, teils stationär eine EMG-Diagnostik, in Abstimmung mit der Neurologischen Klinik, durch. Nuklearmedizinische Gelenktherapie In Zusammenarbeit mit dem am Haus niedergelassenen Nuklearmediziner werden durch die ermächtigten Kollegen der Klinik Radiosynoviorthesen ambulant und stationär durchgeführt. Eine eigene Ermächtigungssprechstunde ist dazu zugelassen.
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