Fachübergreifende Frührehabilitation und Physikalische Medizin
Im Februar 2003 eröffnete die Abteilung für fachübergreifende Frührehabilitation und Physikalische Medizin in der Asklepios Klinik St. Georg.
Die fachübergreifende Frührehabilitation der Asklepios Klinik St. Georg ist ein Modellprojekt des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung BMGS sowie der Hamburger Behörde für Wissenschaft und Gesundheit. Konzept der Abteilung ist die nahtlose Rehabilitationskette von der stationären Frührehabilitation in der Akutphase über die tagesklinische Frührehabilitation bis zur Verlegung in eine weiterführende, in die Anschlussheilbehandlung oder die ambulante Weiterbehandlung im eigenen Hause. Die indikationsübergreifende Frührehabilitation erfolgt durch ein interdisziplinäres Ärzte- und ein multidisziplinäres Therapeutenteam ( PhysiotherapeutInnen, ErgotherapeutInnen, LogopädInnen, NeuropsychologInnen, MasseurInnen, LymphtherapeutInnen, SportwissenschaftlerInnen, SozialarbeiterInnen).
Im stationären sowie teilstationären Bereich werden Unfallverletzte (Schädel-Hirn-Verletzungen, Mehrfachverletzungen, Wirbelsäulenverletzungen, Beckenverletzungen und komplizierte Extremitätenverletzungen) und neurologische/neurochirurgische Patienten (Hirninfarkte, Hirnblutungen) sowie kardiologische/kardiochirurgische Patienten (Z.n. ACVB-OP mit Langzeitbeatmung oder Sepsis) behandelt. Die Station für Fachübergreifende Frührehabilitation verfügt neben normalen, behindertengerechten Patienten-Zimmern über einen Intermediate-Care Bereich, welcher eine enge Anbindung der Frührehabilitation an die Chirurgische-/Medizinische Intensivstation sowie an die Stroke-unit ermöglicht. So können die Patienten unmittelbar nach Beendigung der Beatmung, bei noch weiter bestehender Überwachungspflicht der Vitalparameter und noch liegender Trachealkanüle, zur Frührehabilitation übernommen werden. Bei Komplikationen stehen durch die räumliche Nähe die gesamte Diagnostik und die Interventionsmöglichkeiten des Akutkrankenhauses jederzeit zur Verfügung.
In der Tagesklinik für Frührehabilitation stehen 20 Behandlungsplätze zur Verfügung. Behandelt werden Patienten im jüngeren und mittleren Lebensalter mit hohem Rehabilitationsbedarf (Barthel-Index < 70), der aufgrund der noch umfangreichen therapeutischen Maßnahmen eine Krankenhausbehandlung notwendig macht (z.B. Phase C der neurologischen Rehabilitation). Ein teilstationäres Therapieangebot für diese Patientengruppe ist in Norddeutschland nur in dieser Einrichtung möglich. Wesentliche Voraussetzung ist, dass eine häusliche Übernachtung (evtl. mit zusätzlicher häuslicher Krankenpflege) möglich ist. Der Therapieaufwand entspricht in Häufigkeit und Qualität den im stationären Bereich geleisteten frührehabilitativen Behandlungsmaßnahmen.