Mit insgesamt 16.500 Patienten pro Jahr ist das Hanseatische Herzzentrum eines der großen Herzzentren in Norddeutschland. Auf Grund ihrer hohen Fallzahlen in allen wesentlichen Diagnostik- und Therapiebereichen der Behandlung von Herz- Kreislauferkrankungen besitzt sie eine gute Basis um die medizinische Versorgung auf einem hohem Qualitätsniveau zu erbringen.
Ein wesentliches Standbein für Diagnose und Therapie sind die insgesamt fünf Herzkatheterlabore, die an allen Standorten vorhanden sind. Insgesamt werden in diesen Laboren etwa 8.500 Linksherzkatheter- untersuchungen im Jahr vorgenommen. Zusätzlich werden etwa 3.200 Gefäßaufdehnungen mit Ballon (PTCA) durchgeführt. Gefäßstützen-Implantationen (Stent) in die Herzkranzgefäße gehören zur Routine.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Es werden im Hanseatischen Herzzentrum pro Jahr 700 Herzschrittmacher und 140 Defibrillatoren eingesetzt. Im Bedarfsfall erfolgt dies in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Herzchirurgie. In den zwei elektrophysiologischen Laboren am Standort St. Georg werden circa 1.400 Elektrophysiologische Herzkatheteruntersuchungen (Foto rechts) im Jahr durchgeführt. Darin enthalten sind 900 therapeutische Ablationen (Verödungen), die ein wesentliches innovatives Verfahrensspektrum zur Therapie von Herzrhythmusstörungen bilden.

Für die 1.250 Herzoperationen in der Abteilung für Herzchirurgie am AK St. Georg stehen drei modern ausgestattete Operationssäle in dem 1997 neu errichteten Operationszentrum zur Verfügung. Es werden sämtliche Eingriffe der Erwachsenen-Herzchirurgie durchgeführt, wie z. B. Bypass-Operationen, Ersatz bzw. Rekonstruktion von Herzklappen, Operationen von Herzrhythmusstörungen und Operationen an den herznahen Gefäßen. Dabei kommen zunehmend minimal-invasive Eingriffe mit und ohne Herz-Lungen-Maschine zum Einsatz.
Für Notfälle wie z.B. akute Herzinfarkte steht eine 24-Stunden Bereitschaft in den Herzkatheterlaboren zur Verfügung. Diese wird durch eine 24-Stunden Bereitschaft in der herzchirurgischen Abteilung ergänzt, so dass die LBK Herzklinik flächendeckend in Hamburg das vollständige Spektrum von Herz-Kreislauf-Notfällen zeitnah behandeln kann.
In Zusammenarbeit mit dem Servicecenter proresearch der LBK Hamburg GmbH werden diverse klinische Forschungsprojekte zum Teil auch mit internationalen Partnern durchgeführt. Dabei kommen bei vorliegender Patientenzustimmung neueste Therapieverfahren, medizinische Geräte und Medikamente unter genau kontrollierten Bedingungen zum Einsatz. Die hohe Anzahl von Herz-Kreislauf-Patienten in die LBK Hamburg GmbH Herzklinik schafft gute Voraussetzungen für die Durchführung solcher Studien.
Mit der Konzentration von kardiologischen Spezialleistungen und durch die Integration der Herzchirurgie am Hochleistungsstandort St. Georg gelingt es, Forschungsprojekte für innovative Therapien und Verfahren mit internationalem Standard zu realisieren. Hierzu gehört die für Anfang 2003 geplante Einführung von Magnetfeldsteuerung für Herzkatheter (Stereotaxie) und die Entwicklung von Strategien der Stammzell- und Gentherapie in der Abteilung für Zellbiologie.