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Nuklearmedizin
 
Nuklearmedizin im Allgemeinen

Diese Teilgebiet der radiologischen Diagnostik arbeitet mit chemischen Stoffen, die- meist nur für kurze Zeit- eine radioaktive Strahlung abgeben. Deshalb heißen diese Stoffe radioaktive Substanzen (Isotope).
Die abgegebene Strahlung- zumeist handelt es sich um Gammastrahlung- wird in der Nuklearmedizin zur Untersuchung krankhafter Veränderungen verwendet.
Für die Untersuchungen wird meistens (in unserem Haus ausschließlich) eine kurzlebige radioaktive Substanz- Technetium 99m- mit einer physikalischen Halbwertszeit von gut sechs Stunden verwendet. Da ein Teil dieser Substanz über Nieren und Darm ausgeschieden wird ist die tatsächliche Verweildauer- und damit die Strahlenbelastung- noch kürzer. Eine erhöhte Trinkmenge am Untersuchungstag hilft also dabei, die Einwirkdauer der radioaktiven Substanz zu verkürzen.
Die Untersuchungen werden an einer Gammakamera durchgeführt, die die von ausgewählten Bereichen des Körpers ausgehende Strahlung misst und in lesbare Bilder verwandelt. Die Kamera ist zur Bildaufzeichnung, Bildbearbeitung und Auswertung mit einem Computersystem verbunden.
Die radioaktive Substanz wird mit einem Pharmakon vermischt, das sich je nach Zusammensetzung im gewünschten Organ bzw. Knochen anreichert.
Die Wartezeit nach der Spritze ist unterschiedlich lang: Bei der Lunge kann die Untersuchung sofort beginnen, bei der Schilddrüse ist die Einwirkzeit 15- 30 min, bei der Lymphknotendarstellung 90 min und beim Knochen mindestens zwei Stunden.
Der Unterschied zwischen einer Röntgenuntersuchung oder Computertomographie (CT) und einer nuklearmedizinischen Untersuchung besteht darin, das beim Röntgen oder CT Strahlung von einer Röntgenröhre ausgeht, die abzubildende Körperregion durchdringt und je nach Strahlendurchlässigkeit des Gewebes einen dahinter liegenden Film schwärzt. Es entsteht ein Bild der Körperstruktur.
In der Nuklearmedizin wird die Strahlung in den Körper eingebracht, der jetzt also die Strahlenquelle ist. Das Untersuchungsgerät (Gammakamera) zeichnet dann die Verteilung auf. Hier wird also vorwiegend eine Funktion des Organs / Knochens abgebildet.
Wenn die Wartezeit abgelaufen ist, wird der Patient auf einem Untersuchungstisch gelagert.
Die Gammakamera wird so nah wie möglich an das zu untersuchende Organ herangefahren, die Untersuchung beginnt. Eine Aufnahme kann- anders als im Röntgen- mehr als eine Minute dauern. Deshalb ist es wichtig, ruhig liegen zu bleiben
.

Nuklearmedizin in der Asklepios Klinik Nord-Heidberg
  
Unsere Schwerpunkte liegen bei folgenden szintigraphischen Untersuchungen:
  
Knochenszintigraphie mit folgenden Fragestellungen:
 
:: Beweis oder Ausschluss von einer frischen Fraktur (Knochenbruch)
:: Beweis oder Ausschluss von Knochenmetastasen (Tochterabsiedelungen bösartiger Tumore)
:: Beweis oder Ausschluss von Materiallockerung nach dem Einsetzten eines künstlichen Gelenkes z. Bsp. 
    In Hüfte oder Knie
:: Beweis oder Ausschluss knöchernen Infiltrationen (Einwachsungen) von Tumoren z. Bsp. Im Mund- Kiefer-   Gesichtsbereich
:: Beweis oder Ausschluss entzündlicher Weichteil- und/ oder Knochenveränderungen wie z. Bsp. bei
    rheumatischen Erkrankungen oder Entzündungen der Bandscheiben
  
Lungenszintigraphie mit folgenden Fragestellungen:
 
:: Beweis oder Ausschluß von Lungenembolien (löst sich ein Blutpfropf (Thrombus) von einer    Venenwand, kann er u. U. ein Lungengefäß verstopfen-> Lungenembolie):: Überprüfung der Durchblutungsverhältnisse in allen Lungenabschnitten zur Vorbereitung auf eine    Teilentfernung der Lunge bei einem Tumor:: Überprüfung der Belüftungsverhältnisse der Lunge bei chronischen Lungenerkrankungen wie z. Bsp.    Asthma oder Emphysem.
  
Schilddrüsenszintigraphie mit folgenden Fragestellungen:
 
:: Beweis oder Ausschluß eines oder mehrerer „heißer“ (autonomer Knoten) bei Schilddrüsenüberfunktion    (Hyperthyreose)
:: Beweis oder Ausschluß eines oder mehrerer „kalter“ Knoten, die z. Bsp. durch Cysten (Aussackungen mit
    Flüssigkeitsansammlung) oder Schilddrüsentumoren hervorgerufen werden:: Lymphknotenszintigraphie vor Brustoperationen mit folgender Fragestellung:: Darstellung eines oder mehrerer speichernder Lymphknoten- so genannte „Wächter-Lymphknoten“ in der    Umgebung eines Brusttumors. Während der Op am folgenden Tag werden diese Lymphknoten mit einer    bleistiftgroßen Sonde aufgesucht und zur feingeweblichen Untersuchung geschickt.
   Wenn dieser Lymphknoten frei von bösartigen Zellen ist, müssen die Lymphknoten der Achselhöhle nicht
   entfernt werden. 
Kontakt
  
Chefarzt:
Dr. Wolfhard Lege
Tel.: 040 18 18-87 3332
Fax: 040 18 18-87 3688
w.lege@asklepios.com
 
Ltd. Oberarzt und
Ständ. Vertretung:

Dr. Hartmut Wnuck
Tel.: 040 18 18-87 3332
Fax: 040 18 18-87 3688
Ochsenzoll:  Haus 17 - EG
Heidberg:      Haus 2   - 3 OG
h.wnuck@asklepios.com
   
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