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Als Ergänzung zur bestehenden ambulanten Versorgung psychisch kranker Menschen durch die nieder-gelassene Nervenärzte wurde bereits im Jahr 1981 in unserer Klinik eine Psychiatrische Institutsambulanz (kurz: PIA) eingerichtet. Auf der Grundlage von §118, SGB V gewährleistet die PIA die Behandlung psychisch Kranker, die wegen der besonderen Art, Schwere oder Dauer ihrer Erkrankung oder wegen mangelnder Erreichbarkeit eines geeigneten Facharztes auf das krankenhausnahe und multiprofessionelle Angebot der PIA angewiesen sind. Das erklärte Ziel einer Behandlung in der PIA ist die Vermeidung einer stationären Behandlung, zumindest aber deren Verkürzung.
Das Angebot der PIA steht allen psychiatrisch erkrankten Menschen aus Hamburg und Umgebung zur Verfügung, speziell natürlich aus den Versorgungsbereichen der Asklepios Klinik Nord - Ochsenzoll.Wir sind erreichbar an jedem Werktag zu den ausgehängten Öffnungszeiten. Eine telefonische Voranfrage erleichtert den Zugang. Unter 040 / 1818 87-2160 erreichen Sie uns sicher :: am Vormittag zwischen 10 und 12 Uhr und:: am Nachmittag (bis auf Freitag) von 14:30 bis 16 Uhr. Termine für Erstgespräche vergeben wir sehr zeitnah, in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen. Im Notfall können Sie sich sofort an uns wenden. Dafür haben wir ein Notfallmanagement entwickelt, so dass immer ein PIA-Mitarbeiter zur Verfügung steht. Nachts und am Wochenende übernehmen die diensthabenden Ärzte der Psychiatrischen Zentralen Notaufnahme diese Aufgabe. Wir behandeln in der Ambulanz vorrangig Patienten :: die unter langwierigen chronischen Krankheitsverläufen leiden, zum Beispiel bei Psychosen, Depres- sionen und Persönlichkeitsstörungen und dafür eine krankenhausnahe Behandlung benötigen, :: mit schwerer Belastung durch unterschiedliche psychische und ggf. auch andere Erkrankungen, die einer multiprofessionellen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung bedürfen, :: in schweren Lebenskrisen, durch die massiv und bedrohlich das innere Gleichgewicht zerstört wurde, indem es z. B. zu Suizidgedanken gekommen ist.
In der Anmeldung der PIA werden Sie von freundlichen Mitarbeiterinnen empfangen und an die Fachkräfte weitergeleitet. Die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung verantworten Fachärzte und approbierte Psychotherapeuten. Psychiatrische Krankenschwestern betreuen Sie medizinisch und unterstützen Sie sozialtherapeutisch. Beratung und Hilfe in sozialen Fragen bietet eine Sozialarbeiterin. Die Mitarbeiter der PIA verstehen sich als ein multiprofessionelles Behandlungsteam. Das heißt, dass von jedem unserer Mitarbeiter nicht nur eine einzelne Funktionsleistung erbracht wird, sondern dass erst die gemeinsame Arbeit die besondere patientenbezogene Behandlungsleistung der PIA ausmacht.
Zu unserem Leistungsspektrum gehört
:: diagnostische Klärung, Beratung und Therapieplanung in gegenseitiger Absprache, :: pharmokologische, psychotherapeutische und sozialtherapeutische Behandlung, :: bedarfsgerechte Therapie in Einzel-, Paar-, Familien- und Gruppensitzungen, :: Hilfestellung bei der Begrenzung der sozialen Folgen von psychischer Erkrankung, :: Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Wiedererkrankung und zur Vermeidung stationärer Aufnahme, :: Sicherstellung von Behandlungskontinuität. Gemeinsam mit unseren Patienten vereinbaren wir die Ziele einer PIA-Behandlung. Wir möchten einen bestmöglichen Fortschritt in Richtung Besserung der Erkrankung erreichen. Wir helfen dabei, eine akute Krise durchzustehen und Maßnahmen zur Vorbeugung zu entwickeln. Es geht um ausreichende Stabilität, damit wieder ein zufriedenstellendes Leben möglich ist. Das Akzeptieren der Krankheit sowie ein umfangreiches Wissen über die Krankheit sind wichtige Voraussetzungen, mit der Erkrankung fertig zu werden und die eigenen Einflussmöglichkeiten maximal auszunutzen. Spezielle Behandlungsangebote hält die PIA für solche Patienten bereit, deren Erkrankung und Belastung besondere Maßnahmen erfordern: :: Behandlung für gehörlose Patienten :: Behandlung für türkischsprachige Patienten :: Aufsuchende Arbeit mit Wohnungslosen :: Traumaspezifische Behandlung
Zu finden ist die Psychiatrische Institutsambulanz im Erdgeschoss von Haus 17 auf dem Klinikgelände Ochsenzoll. Folgen Sie zuerst den roten Hinweisschildern zur „Psychiatrischen Aufnahme“ und dann den Hinweisen „Ambulanzen“ und „Psychiatrische Ambulanz“. Bitte bringen Sie Ihre Krankenversicherungskarte und möglichst eine ärztliche Überweisung zum Erstgespräch mit. Arztbriefe aus früheren Klinikaufenthalten oder von Vorbehandlungen erleichtern es uns, ihnen ein angemessenes Behandlungsangebot zu machen. Gern sprechen wir, sofern Sie dieses wünschen, auch mit Ihren Angehörigen oder Betreuern. Wir arbeiten intensiv mit anderen Behandlern und Betreuungseinrichtungen zusammen, z. B. wenn sich herausstellt, dass die PIA nicht die richtige Einrichtung für das Problem ist oder wenn eine weiterführende Behandlung oder Betreuung notwendig ist. Dazu beraten wir Sie gern und helfen bei der Weitervermittlung und Überleitung. Niedergelassene Ärzte und Psychologische Psychotherapeuten sind unsere Kooperationspartner - zum einen als Zuweiser, aber auch als Weiterbehandler. Angehörige und gesetzliche Betreuer beziehen wir gern mit ein. Wir helfen, den Kontakt zu Pflegediensten, Einrichtungen des betreuten Wohnens und Wohnheimen aufzunehmen. Ambulante und stationäre Rehabilitationseinrichtungen können in einem nächsten Schritt für eine Verbesserung der Lebensqualität und zur beruflichen Wiedereingliederung eingeschaltet werden. Nicht zuletzt sind die von uns sehr geschätzten Selbsthilfegruppen eine guter Weg, trotz Krankheit die Möglichkeiten für ein zufriedenstellendes Leben (wieder) zu entdecken. Dipl.-Psych. Dr. M. Bogun Leiter der Psychiatrischen Institutsambulanz |
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