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PSY 41 Krisenintervention und spezifische Diagnostik bei Persönlichkeitsstörungen

Schwerpunkt:
Krisenintervention vorrangig bei Menschen mit bereits früher diagnostizierten Persönlichkeitsstörungen, aber auch bei vorher nicht psychisch erkrankten Menschen. Wir behandeln in der Regel Frauen und Männer etwa vom 25. bis zum 59. Lebensjahr.
Was ist eine Krise? Unter Krisen werden bedrohliche kritische Lebenssituationen verstanden, die durch akute Belastungen entstehen. Normalerweise werden Krisen mit Hilfe individueller Problemlösungsstrategien nach einiger Zeit bewältigt.
Schwere Krisen können nicht mehr mit den individuellen, bislang angewandten Strategien bewältigt werden. Die Folge können sowohl schwer wiegende seelische Symptome - Angst, Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Lähmung, depressive Stimmung bis hin zur akuten Selbstschädigungs- und Suizidgefahr - als auch eine erhöhte Bereitschaft zur Entwicklung körperlicher Symptome sein. Die Ursachen von Krisen sind vielfältig und reichen von seelischen Verletzungen über Beziehungskonflikte und Trennungs- oder Verlusterlebnisse bis hin zu belastenden Ereignissen während laufender psychotherapeutischer Behandlungen.

Ziel einer Krisenintervention auf unserer Station ist die Wiederherstellung psychischer Stabilität durch die konstruktive Bewältigung der krisenauslösenden Lebenssituation. Es soll möglichst das vor der Krise bestehende Leistungsniveau wieder erreicht werden. In der Regel dauert eine Krisenbehandlung drei bis vier Wochen.

Die Grundprinzipien unseres Behandlungskonzeptes sind
:: Klärung des Krisenanlasses
:: Betrachtung der bisherigen Lösungsversuche
:: Erarbeitung alternativer, wirksamerer Lösungsstrategien
:: Umgang mit den jede Krise begleitenden starken Emotionen
:: Verbesserung der Fähigkeit zur Selbstbeobachtung
:: Wiederentdeckung Ihrer vorhandenen Ressourcen, die Ihnen früher unter günstigeren Bedingungen u.U. bei der Bewältigung von Problemen geholfen haben.

Behandlungsablauf:
Am Anfang eines stationären Aufenthaltes steht eine sorgfältige diagnostische Abklärung des zur Aufnahme führenden Beschwerdebildes. Insbesondere bei Patienten, die erstmals psychiatrisch behandelt werden, schließt diese oft auch eine umfassende testpsychologische Untersuchung mit ein (z.B. SKID II zur Erfassung der Persönlichkeitsstruktur). Es werden selbst- und fremdgefährdende Risiken abgeklärt. Begleitende körperliche Erkrankungen finden ebenfalls Berücksichtigung. Nach der diagnostischen Phase verständigen wir uns mit Ihnen auf einen begrenzten Behandlungsschwerpunkt. Bei der eigentlichen Krisenintervention arbeitet das aus den verschiedenen Berufsgruppen bestehende Behandlungsteam eng zusammen.

Im Einzelnen bieten wir an:
:: Ärztliche und psychologische Gespräche
:: Gruppentherapie (DBT =  Dialektisch-Behaviorale Therapie, ein kognitiv-verhaltens-therapeutischer Ansatz)
:: Einbezug wissenschaftlich geprüfter psychopharmakologischer, ggf. auch anderer somatischer Behandlungsansätze
:: Ergotherapie
:: Entspannungstherapie
:: Ferner wird jeder Patientin und jedem Patienten eine Pflegeperson als „Primary Nurse“ (PN) zugeordnet. Diese übernimmt die Gesamtverantwortung für den Pflegeprozess und die Versorgung von der Aufnahme bis zur Entlassung.

Das Behandlungsteam besteht aus: 
:: Oberärztin
:: Stationsärztin und Stationsarzt
:: Zwei Diplom-Psychologinnen
:: Pflegeteam
:: Diplom-Sozialpädagogin
:: Ergotherapeutin
:: Bewegungs- und Entspannungstherapeutin

Ambiente:
Wir bieten 28 Behandlungsplätze überwiegend in Zweibett- und einigen Einzelzimmern. An Gemeinschaftsräumen werden genutzt der Speisesaal, zwei Aufenthaltsräume mit Fernseher, Tischtennisraum, Ergotherapieraum und ein Raum für Bewegungs- und Entspannungstherapie. Geraucht werden darf auf der Station lediglich zwischen 22.00 und 8.00 Uhr in dem dafür vorgesehenen Aufenthaltsraum. Die Station verfügt ferner über einen Arbeitsraum mit Waschmaschine, Wäschetrockner und Bügelvorrichtung.

Wie kommen Sie zu uns? 
Sie werden entweder von Ihrem behandelnden Arzt eingewiesen, von einer Bezugsperson in die PZNA (psychiatrische Aufnahme) gebracht oder kontaktieren in Eigeninitiative Oberärztin Fr. Dr. Ramb. Sie können auch auf der Station anrufen und werden dann weiterverbunden.
Was wir nicht anbieten können:
In Übereinstimmung mit dem erklärten Ziel der Krisenintervention bieten wir keine Langzeittherapie, in deren Brennpunkt eine Änderung bestehender Grundkonflikte und -gewohnheiten oder bestimmter Charakterzüge steht. Dieser Hintergrund wird aber soweit wie möglich mit erfasst, und wir informieren Sie gerne über weiterführende Anschlusstherapien.

Nicht behandeln können wir Sie, wenn Sie an einer akuten oder chronischen schizophrenen Psychose leiden, dann ist die III. psychiatrische Abteilung zuständig. Suizidgefährdung ist hingegen lediglich dann ein Ausschlussgrund, wenn sie sehr akut ist und Sie nicht mehr absprachefähig sind. Bei Patienten unter 25 prüfen wir, ob eine Behandlung auf der ebenfalls zur Abteilung gehörenden Station PSY 46 für junge Erwachsene geeigneter ist.

Sollte Sie dieses Angebot ansprechen, dann freuen wir uns über Ihren Anruf unter
181887-2817 (Fr. Dr. Ramb, Oberärztin)
181887-2124 (Dienstzimmer Station PSY 41)
Weitere Informationen
  
:: Flyer PSY41
  
Kontakt


Oberärztin PSY 41:
frdrramb2-web
Dr. Charlotte Ramb
Tel. 040 18 18-87 2817
Fax: 040 18 18-87 1733
c.ramb@asklepios.com

Stationsleitung PSY 41:
ML100_134
Marie Lindenau
Tel.: 040 18 18-87 2938
Fax:  040 18 18-87 1733
m.lindenau@asklepios.com

Weitere Bettenstationen
der Fachbteilung für Persönlichkeitsstörung / Trauma

PSY 35  (BeF)
Tel. 040 18 18-87 2338

PSY 44
Tel. 040 18 18-87 2817

PSY 46
Tel. 040 18 18-87 1682

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(Standort : Ochsenzoll)
Tel. 040 18 18-87 2622
 

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