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Brechungsfehler können unterteilt werden in Kurzsichtigkeit (Myopie), Übersichtigkeit (Hyperopie) und Stabsichtigkeit (Astigmatismus). Die Alterssichtigkeit (Presbyopie) stellt einen normalen Alterungsprozess dar. Das kurzsichtige Auge ist im Verhältnis zu seiner Brechkraft zu lang (Abbildung). Deshalb vereinigen sich Lichtstrahlen, die beim Blick in die Ferne in das Auge fallen, in einem Brennpunkt vor der Netzhaut. Es entsteht also keine scharfe Abbildung der Umwelt auf der Netzhaut. Nur Gegenstände in der Nähe werden bei Kurzsichtigkeit scharf gesehen. Besteht z. B. eine Kurzsichtigkeit von 2 Dioptrien, sieht man in einem Bereich bis zu einem halben Meter scharf, bei 3 Dioptrien bis zu 1/3 Meter = 33 cm und bei 4 Dioptrien bis zu ¼ Meter = 25 cm. In den Jahren des Wachstums nimmt die Kurzsichtigkeit oft zu. Dieser Prozess endet meist im jungen Erwachsenenalter. In seltenen Fällen tritt eine fortschreitende Kurzsichtigkeit auf, die dann meist erst im späten Erwachsenenalter zum Stillstand kommt. :: Trickfilm 1 (56K-Modem/ISDN) :: Trickfilm 1 (DSL) (Zum Betrachten muss auf Ihrem Computer der Real Player 8 installiert sein! Installieren) Das übersichtige Auge ist im Verhältnis zu seiner Brechkraft zu kurz (Abbildung). Lichtstrahlen aus der Ferne vereinigen sich in einem Brennpunkt hinter dem Auge, so dass auf der Netzhaut selbst nur ein unscharfes Bild entsteht. Will der Übersichtige in der Ferne scharf sehen, muss er die Brechkraft des Auges erhöhen, er muss also akkommodieren, und zwar diejenige Dioptrienzahl, die seiner Übersichtigkeit entspricht. Um in der Nähe scharf zu sehen, muss er nochmals akkommodieren, jetzt den Betrag, den auch jeder Normalsichtige in der Nähe akkommodieren muss, z. B. 3 Dioptrien für 33 cm. Der Übersichtige akkommodiert also permanent, um scharf zu sehen. Dadurch kann er die im Verhältnis zur Augenlänge zu geringe Brechkraft ausgleichen. Der Kurzsichtige hingegen kann die verhältnismäßig zu hohe Brechkraft seiner Augen nicht selbst ausgleichen.Trickfilm 2 (56K-Modem/ISDN) Trickfilm 2 (DSL) (Zum Betrachten muss auf Ihrem Computer der Real Player 8 installiert sein! Installieren) Die Stabsichtigkeit hat ihre Ursache meist in der Form der Hornhaut, selten in der Linse. Die Hornhaut stellt normalerweise eine gleichmäßig kugelig gekrümmte Fläche dar. Bei einer Hornhautverkrümmung, die eine Stabsichtigkeit bedingt, weicht die Hornhaut von dieser Idealform ab und weist eine ungleichmäßige Krümmung auf (Abbildung). Sie ist in der Regel in einer Richtung stärker gekrümmt als in der dazu senkrecht stehenden. Dadurch werden Lichtstrahlen in verschiedenen Richtungen unterschiedlich stark gebrochen. Die Folge davon ist, dass ein Punkt nicht als Punkt, sondern verzerrt als Strich auf der Netzhaut abgebildet wird. Die Stabsichtigkeit kann zusätzlich zur Kurz- oder Übersichtigkeit auftreten.Trickfilm 3 (56K-Modem/ISDN) Trickfilm 3 (DSL) (Zum Betrachten muss auf Ihrem Computer der Real Player 8 installiert sein! Installieren) Die Alterssichtigkeit (Presbyopie) beginnt mit ca. 45 Jahren. Sie ist bedingt durch die zunehmende Verhärtung der Linse. Die Linse kann sich beim Akkommodationsversuch nur noch wenig verformen und deshalb ihre Brechkraft nicht mehr ausreichend erhöhen (Abbildung). Dinge in der Nähe werden unscharf. Die Akkommodationsfähigkeit wird mit fortschreitendem Alter immer geringer und endet mit ca. 65 Jahren.Trickfilm 4 (56K-Modem/ISDN) Trickfilm 4 (DSL) (Zum Betrachten muss auf Ihrem Computer der Real Player 8 installiert sein! Installieren) Kurzsichtigkeit ist nicht nur durch verschwommenes Sehen in der Ferne gekennzeichnet. Durch das zu lang gebaute Auge treten auch vermehrt Dehnungsveränderungen an Glaskörper und Netzhaut auf. Der Glaskörper zeigt oft eine Abhebung von der Netzhaut (Glaskörperabhebung) sowie verstärkte Glaskörpertrübungen, die sich als kleine, hin und her schwimmende dunkle Punkte ("fliegende Mücken") besonders beim Blick auf eine helle Fläche bemerkbar machen. In den Randbereichen der Netzhaut finden sich häufiger als bei Normalsichtigen Netzhautlöcher oder ihre Vorstufen, aus denen sich eine Netzhautablösung entwickeln kann. Solange die Kurzsichtigkeit nicht sehr hoch ist, kann man in der Nähe scharf sehen. Dies ändert sich auch nicht mit Beginn der Alterssichtigkeit, denn ein Kurzsichtiger braucht ja in der Nähe keine Akkommodation, um scharf zu sehen.Die andauernde Akkommodation bei Übersichtigkeit ist nur in jungen Jahren bei noch elastischer Linse möglich. Doch die ständige Anspannung des Ziliarmuskels kann Kopfschmerzen, ein Druckgefühl in den Augen oder auch gerötete Augen verursachen. Mit fortschreitender Linsenverhärtung fällt es immer schwerer, den Mehraufwand an Akkommodation zu leisten. Dies macht sich zuerst durch unscharfes Sehen in der Nähe bemerkbar. Im späteren Lebensalter kann dann auch nicht mehr für die Ferne akkommodiert werden, so dass das Sehen sowohl in der Nähe als auch in der Ferne unscharf wird. Bei der Stabsichtigkeit ist das Bild der Umwelt in einer Richtung verzerrt. Diese Verzerrung ist in der Ferne und Nähe meist identisch.Mit Beginn der Alterssichtigkeit wird das Sehen in der Nähe zunehmend unscharf. Der Punkt, an dem man noch scharf sehen kann, entfernt sich mit nachlassender Akkommodations-fähigkeit immer mehr vom Auge, bis er ganz in der Ferne liegt. Zur Untersuchung von Brechungsfehlern wird meist ein besonderes Gerät, der so genannte Phoropter ( Abbildung) benutzt, der Brillengläser in allen Stärken enthält. Der Patient schaut durch zwei Öffnungen in diesem Phoropter auf eine Sehprobentafel, während der Augenarzt verschiedene Brillengläser in die Öffnungen drehen kann. Durch gezieltes Befragen des Patienten wird so die Gläserstärke bestimmt, mit der der Patient am besten sehen kann. Eine andere Methode zur Untersuchung eines Brechungsfehlers ist die Schattenprobe (Skiaskopie). Hierbei lässt der Augenarzt ein Lichtbündel, das von einem speziellen Gerät (Skiaskop) in seiner Hand ausgeht, unter Vorhalten verschiedener Gläser in einer Leiste über die Pupille des Patienten gleiten (Abbildung). Die dabei entstehenden Schatten und Reflexe lassen Rückschlüsse auf die Art und Stärke eines Brechungsfehlers zu. Die Schattenprobe wird besonders bei Kindern angewendet.Trickfilm 5 (56K-Modem/ISDN) Trickfilm 5 (DSL) (Zum Betrachten muss auf Ihrem Computer der Real Player 8 installiert sein! Installieren) Neben Brillen eignen sich in den meisten Fällen auch Kontaktlinsen ( Abbildung) zum Ausgleich eines Brechungsfehlers. Man unterscheidet harte und weiche Kontaktlinsen, die auf die Hornhaut aufgelegt werden und auf dem Tränenfilm schwimmen. Harte Kontaktlinsen sind kleiner als weiche. Sie eignen sich ferner besser zum Ausgleich einer Hornhautverkrümmung und führen bei längerem Tragen auch seltener zu Komplikationen.Besonders die Kurzsichtigkeit kann auch durch eine Laserbehandlung der Hornhaut mit dem so genannten Excimer-Laser korrigiert werden. Man unterscheidet dabei die Photorefraktive Keratektomie (PRK), bei der Gewebe von der Hornhautoberfläche mit dem Excimer-Laser entfernt wird, und die Laser in situ Keratomilensis (LASIK), bei der die Excimer-Laser-Behandlung in den tieferen Hornhautschichten erfolgt.Operationsvideo (56K-Modem/ISDN) Operationsvideo (DSL) (Zum Betrachten muss auf Ihrem Computer der Real Player 8 installiert sein! Installieren) Noch nicht so große Erfahrungen bestehen mit anderen Verfahren zur Beseitigung von Brechungsfehlern (refraktive Chirurgie), wie z.B. der Einpflanzung eines Kunststoffringes (Intacs) in die Randbezirke der Hornhaut oder Einpflanzung einer dünnen Kunstlinse ins Auge zusätzlich zur normalen Linse. Ausgeprägte Stabsichtigkeiten, besonders, wenn sie als Folge einer Operation oder einer Verletzung entstanden sind, lassen sich mit Hilfe kleiner Einschnitte in die Hornhaut (limbusparallele Keratektomie) beseitigen oder zumindest verkleinern.
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