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Der englische Physiker Isaac Newton entdeckte um 1670 durch Versuche mit einem Prisma, dass das weiße Sonnenlicht aus verschiedenen Farben besteht. Ein Prisma fächert das Licht in die Farben des Regenbogens von violett bis rot auf. Erst später wurde durch den englischen Arzt und Physiker Thomas Young (1773 - 1829) nachgewiesen, dass das Licht sich wie eine Welle mit Wellenbergen und -tälern verhält. Misst man die Strecke zwischen zwei Wellenbergen, erhält man die Wellenlänge des Lichtes. Wir können mit unseren Augen Licht der Wellenlängen zwischen ca. 400 und 800 Nanometer (nm), d.h. zwischen vier und acht Millionstel Millimeter, sehen.
Dieses Licht lässt sich durch ein Prisma in Farben, d.h. in verschiedene Wellenlängen, zerlegen. Je nach Wellenlänge, die unser Auge erreicht, nehmen wir verschiedene Farben wahr. Im sichtbaren Spektrum zwischen 400 und 800 Nanometer können wir etwa 160 reine Farben und Hunderttausende von Farbnuancen unterscheiden. Doch in den Zapfen unserer Netzhaut findet man nur drei unterschiedliche Pigmente, die auf die Farben blau (445 nm), grün (535 nm) und gelb (570 nm) reagieren. Aber diese Reaktion ist nicht sehr exakt. Die Pigmente reagieren auch auf angrenzende Farben des Spektrums. Dadurch wird sichergestellt, dass das gesamte Spektrum des sichtbaren Lichtes, z. B. auch die Farbe rot, vom Auge wahrgenommen werden kann. Störungen der Farbempfindung können angeboren oder im späteren Leben durch Erkrankungen erworben sein. Von angeborenen Farbsinnstörungen sind ca. 8 Prozent aller Männer und 0,2 Prozent aller Frauen betroffen. Ihnen unterlaufen für die jeweilige Störung typische Farbverwechslungen, wobei es sich in den meisten Fällen um Rot-Grün-Störungen handelt.
Dem Augenarzt stehen verschiedene Geräte und Farbtafeln zur sicheren Diagnose zur Verfügung. Eine Therapie angeborener Farbsinnstörungen ist jedoch nicht möglich. |
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