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Bildschirmarbeit
 
Wenn auch organische Augenschäden durch eine Bildschirmtätigkeit nicht nachgewiesen werden konnten, sollten doch zur Vermeidung besonderer Belastungen der Augen bei der Einrichtung und Nutzung eines Bildschirmarbeitsplatzes einige Regeln eingehalten werden. Zusammen mit den Berufsgenossenschaften haben Augenärzte Grundsätze zu arbeits-medizinischen Vorsorgeuntersuchungen für Personen an Bildschirmarbeitsplätzen aufgestellt, um Gesundheitsbeschwerden, die durch die Tätigkeit an Bildschirmarbeitsplätzen entstehen können, zu verhindern oder frühzeitig zu erkennen.
 
Zu den Vorbeugemaßnahmen gehört auch eine sinnvolle Gestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes. Oft hilft eine genau angepaßte Brille, die Arbeit zu erleichtern. Besonders mit Beginn der Alterssichtigkeit gewinnt eine optimal auf den individuellen Arbeitsabstand abgestimmte Brille an Bedeutung. Entspiegelte und nicht getönte Gläser sind für die Bildschirmarbeit am besten geeignet.
 
Wichtig ist außerdem eine gute Beleuchtung des Arbeitsplatzes. Zuviel Licht behindert die Wahrnehmung von Bildschirmdetails, zu wenig Licht vermindert die Sehschärfe. Tageslicht ist in der Regel optimal. Bei Einsatz von Kunstlicht sollte auf unverkleidete Leuchtstoffröhren wegen auftretender Blendeffekte verzichtet werden. Eine gleichmäßigere Lichtverteilung bieten Prismen- oder Rasterleuchten. Leuchten sollten entweder in die Decke eingelassen oder längs zur Blickrichtung montiert werden.
 
Als besonders störend werden Reflexe auf dem Bildschirm empfunden, die z. B. durch falsch positionierte Leuchten oder direkt auf den Bildschirm fallendes Sonnenlicht entstehen können. Man nimmt dann oft unbewußt eine Körperhaltung ein, durch die die Reflexe verdeckt werden. So verursachte Fehlhaltungen können zu Muskelverspannungen und Kopfschmerzen führen.
 
Um eine vorzeitige Ermüdung zu vermeiden, ist es sinnvoll, einen ausreichenden Abstand zum Bildschirm von ca. 50 bis 70 cm einzuhalten. Der Bildschirmhintergrund sollte zur Verbesserung der Detailerkennung einen guten Kontrast zu den Zeichen und Objekten im Vordergrund haben.
 
Eine leichte Blicksenkung von ca. 30° wird bei der Bildschirmarbeit meist als angenehm empfunden. Deshalb sollte die Oberkante des Bildschirms die Augenhöhe nicht überragen.
 
Ebenso wie beim Lesen ist auch bei der Tätigkeit an Bildschirmen die Lidschlagfrequenz reduziert, was leicht zu trockenen und brennenden Augen führen kann. Häufigeres kurzes Schließen der Augen beseitigt meist die Beschwerden.
 
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Autor:
Prof. Dr. Dr. Wolfgang Wiegand
Tel: 040 18 18-87 3455
Fax: 040 18 18-87 3614
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