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Bindehautentzündung
  
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Bindehautentzündungen (Abbildung) gehören zu den häufigsten Augenerkrankungen und können vielfältige Ursachen haben. Am bekanntesten sind Bindehautinfektionen, wobei eine Vielzahl von Bakterien, Viren oder Pilzen als Erreger in Betracht kommen. Hierbei kann eine Bindehautentzündung alleine vorkommen oder nur ein Teil einer Allgemeininfektion wie z. B. Masern, Röteln, Windpocken oder Grippe sein. Gerade die Masernerkrankung beginnt typischerweise mit einer Bindehautentzündung ca. drei Tage vor dem eigentlichen Hautausschlag. Manchmal greifen auch Entzündungen des Lidrandes (Blepharitis) auf die Bindehaut über. Häufig wird eine Bindehautentzündung aber auch durch Einflüsse unserer Umwelt wie z. B. Rauch, trockene oder staubige Luft oder chemische Dämpfe ausgelöst.
 
Wenig bekannt ist, dass oft ein gar nicht oder falsch ausgeglichener Brechungsfehler, d. h. also eine nicht getragene oder falsche Brille eine chronische Bindehautentzündung verursachen kann.  
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Auch ein verdecktes Schielen kommt als Grund in Frage. Eine allergische Reaktion (Abbildung) wird im Frühjahr oft durch Gräser oder Pollen ausgelöst. Andere, häufig Allergien auslösende Stoffe sind z. B. Tierhaare, Wolle, Federn, Kosmetika und besonders Augentropfen. Die Bindehaut reagiert bei Allergien meist innerhalb weniger Minuten. Mit einer Bindehautentzündung verwechselt werden kann eine Bindehautblutung (Abbildung).  
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Oft spontan und ohne erkennbare Ursache platzen kleine Gefäße in der Bindehaut und führen zu flächenhaften, harmlosen Blutungen. Selten findet man als zugrunde liegende Erkrankung einen hohen Blutdruck oder Blutgerinnungsstörungen.
Solange eine Bindehautentzündung nicht auf die Hornhaut übergreift, ist sie meist für das Auge nicht gefährlich und beeinträchtigt die Sehschärfe nicht nachhaltig.
 
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Zur Untersuchung der vorderen Augenabschnitte dient ein Mikroskop, die so genannte Spaltlampe (Abbildung). Damit lassen sich auch feinere Strukturen am Auge unterscheiden. Die Bindehaut kann mit der Spaltlampe genau betrachtet werden, und krankhafte Veränderungen können erkannt werden. Bei Erkrankungen der Bindehaut reichen zur Behandlung oft Augentropfen aus. Augentropfen sollten in den unteren Bindehautsack gegeben werden (Abbildung). Dabei muss darauf geachtet werden, dass das Auge nicht mit der Spitze der Tropfenflasche in Berührung kommt, damit keine Bakterien vom Auge auf die Tropfenflasche und damit auf die Augentropfen übertragen werden.
 
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Autor:
Prof. Dr. Dr. Wolfgang Wiegand
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