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Operationen bei Grünem Star (Glaukom) :: bei chronischem Glaukom :: Diodenlaseranwendung (Cyclophotokoagulation) :: Lasertrabekuloplastik :: verschiedenste Operationstechniken (Trabekulektomie, Goniotrepanation) :: bei anfallsgefährdeten Augen (Glaukomanfall) :: Irislaserung (Iridotomie) :: Irisausschneidung (Iridektomie) :: bei kindlichem und angeborenem Glaukom Cyclophotokoagulation (CPC) Der Grüne Star (Glaukom) beruht auf einem zu hohen Augeninnendruck. Bei bestimmten Formen des Grünen Stars kann eine drucksenkende Operation mittels eines speziellen Diodenlasers erfolgen. Mit dem Diodenlaser wird der Strahlenkörper (Ziliarkörper) des Auges teilweise verödet und die Kammerwasserproduktion des Auges dadurch gesenkt (Cyclophotokoagulation). Wenn weniger Kammerwasser produziert wird, sinkt der Augeninnendruck. Die Cyclophotokoagulation wird in der Augenabteilung des Klinikums Nord seit 8 Jahren durchgeführt. Die Cyclophotokoagulation ist eine sehr schonende und schmerzarme Behandlungsmethode und ersetzt die frühere Kältebehandlung des Strahlenkörpers (Cyclokryokoagulation). Um den gewünschten Effekt zu erzielen, muss die Cyclophotokoagulation allerdings bei einigen Patienten wiederholt werden. Eine schrittweise Absenkung des Augeninnendruckes durch wiederholte Cyclophotokoagulationen ist besser als ein zu starker Druckabfall durch eine einmalige zu intensive Behandlung. Die Cyclophotokoagulation kann ambulant durchgeführt werden. Wegen der vor und nach der Cyclophotokoagulation erforderlichen engmaschigen Augeninnendruck-Kontrollen ist jedoch in der Regel die stationäre Behandlung vorzuziehen.
Laser-Trabekuloplastik Eine Verbesserung des Kammerwasser-Abflusses kann auch mit Hilfe der Laser-Trabekuloplastik erzielt werden. Hierbei werden mit Hilfe spezieller Laser (Argon- oder YAG-Laser) kleine Laserherde in das Abfluss-Maschenwerk (Trabekelwerk) im Kammerwinkel des Auges gesetzt. Dadurch wird der Kammerwasser-Abfluss verbessert und der Augeninnendruck abgesenkt. Die Laser-Trabekuloplastik wird in der Regel ambulant ausgeführt. Fistelbildende Operationen (Trabekulektomie oder Goniotrepanation) Bei den fistelbildenden Operationen wird ein Abfluss des Kammerwassers nach außen unter die Bindehaut gebildet. Hierzu wird eine Öffnung in die Lederhaut und eine kleine Ausschneidung der Regenbogenhaut vorgenommen. Beide liegen unter dem Oberlid und sind daher von außen kaum sichtbar (Sickerkissen). Das Kammerwasser fließt aus dem Augeninneren durch die gebildete Öffnung nach außen unter die Bindehaut. Die Öffnung unter der Bindehaut ist jedoch mit einem Deckel versehen. Dieser Deckel hat also die Funktion eines Ventils. Um Vernarbungen zu vermeiden, können Zellproliferationshemmer (Mitomycin oder 5-FU) eingesetzt werden. Das Verfahren ist im Prinzip über 30 Jahre alt und gehört zum Standardrepertoire der Augenheilkunde. Fistelbildende Operationen werden wegen der erforderlichen intensiven Nachsorge in der Regel stationär durchgeführt. YAG-Laser-Iridotomie Bei bestimmten Formen des Grünen Stars (Glaukom) ist der Kammerwinkel zu eng, so dass das Kammerwasser nicht abfließen kann und sich hinter der Regenbogenhaut (Iris) staut. In diesen Fällen muss eine Verbindung zwischen der hinteren Augenkammer und der vorderen Augenkammer geschaffen werden, um einen Anfall eines Grünen Stars (Glaukomanfall) zu vermeiden. Hierzu werden ein Loch oder mehrere kleine Löcher in der Regenbogenhaut gebildet. Dies kann mit dem YAG-Laser erfolgen, der durch gezielte Mikroexplosionen das Gewebe der Regenbogenhaut durchtrennen kann. YAG-Laser-Iridotomien erfolgen in aller Regel ambulant. Irisausschneidung (Iridektomie) Ist bereits eine starke Erhöhung des Augeninnendruckes eingetreten oder liegt ein Glaukomanfall (schmerzhaftes, gerötetes, steinhartes Auge) vor, so ist eine Laseriridotomie nicht mehr ausreichend. Dann muss eine operative Ausschneidung eines kleinen Stückes aus der Regenbogenhaut (Iris) vorgenommen werden. Dadurch wird der innere "Block" zwischen vorderer und hinterer Augenkammer wieder aufgehoben und die Zirkulation des Kammerwassers innerhalb des Auges wieder frei, so dass der Augendruck sich normalisiert. Bei starker Quellung der Augenlinse kann es in seltenen Fällen auch erforderlich werden, zur Senkung des Augendruckes eine Staroperation durchzuführen, d.h. die Linse zu entfernen. Diese Operationen werden in der Regel stationär durchgeführt. Operation am Trabekelwerk (Trabekulotomie) Die Trabekulotomie, bei der eine Öffnung zwischen dem Schlemm'schen Kanal und der vorderen Augenkammer geschaffen wird, ist die Standard-Operation bei einem angeborenen Grünen Star von Säuglingen und Kleinkindern. Sie wird gelegentlich auch bei Erwachsenen in Verbindung mit einer Operation des Grauen Stars eingesetzt, um eine Augeninnendrucksenkung zu bewirken. Wegen der erforderlichen intensiven Nachbehandlung werden Trabekulotomien in der Regel stationär durchgeführt.
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