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Die Schulterprothese
  
Verschiedene Schultergelenkserkrankungen können den Einbau eines künstlichen Schultergelenkes erforderlich machen. Der Anlass für solch einen Eingriff sind neben den sichtbaren Veränderungen des Gelenkes im Röntgenbild oder Kernspin die Beschwerden des Patienten, wobei in erster Linie der starke Ruhe- und Belastungsschmerz zu nennen ist, der eine mehr oder weniger regelmäßige Einnahme von Medikamenten erforderlich macht.
 
Gelenkersatz
Neben dem künstlichen Ersatz von Hüft- und Kniegelenk hat die Schultergelenkendoprothetik in den letzten 10 Jahren große Fortschritte gemacht. Bei der schmerzhaften Zerstörung des Schultergelenkes durch Arthrose (Gelenkverschleiß), Rheumatoide Arthritis (rheumatische Gelenkentzündung, Oberarmkopfnekrose (Absterben des Oberarmkopfes), oder Oberarmkopfbruch, ist es heute mit gutem Erfolg möglich, die Gelenkflächen von Oberarmkopf und Schulterpfanne durch Prothesen aus Titan und Polyethylen zu ersetzten. Der Anlass für einen solchen Eingriff ist neben den sichtbaren Veränderungen des Gelenkes im Röntgenbild, oder in der Kernspintomographie, der starke Ruhe- und Belastungsschmerz, der eine regelmäßige Medikamenteneinnahme erfordert sowie eine deutliche Bewegungseinschränkung des Schultergelenkes.
Arthrose (Omarthrose)
Der klassische Verschleiß des Schultergelenkes tritt im Vergleich zum Hüft- und Kniegelenk beim älteren Menschen seltener auf. Hierbei erfolgt eine Zerstörung des Gelenkknorpels und die Deformierung der Gelenkflächen, die zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung des Schultergelenkes führen.  
Rheumatoide Arthritis
Das Schultergelenk wird häufig im Verlauf einer rheumatischen Erkrankung befallen. Die operative Therapie orientiert sich am Verlauf der Erkrankung. Im Stadium der Gelenkentzündung mit hauptsächlichem Befall der Weichteile (Gelenkschleimhaut, Gelenkkapsel, Rotatorenmanschette), ist ein arthroskopisches Debridement mit Entfernung der Gelenkschleimhaut (Synovialis) und der Schleimbeutel das Verfahren der Wahl. Schreitet die Erkrankung jedoch weiter fort und greift auf den Gelenkknorpel und Knochen über, so sollte möglichst frühzeitig eine Prothese eingesetzt werden. 
Oberamkopfnekrose
Durch Medikamente (z.B. Cortison), übermäßigen Alkoholgenuss, als Unfallfolge oder andere noch nicht bekannte Ursachen kann es zu einer Minderdurchblutung des Oberarmkopfes kommen. Dies hat ein Absterben der Knochenzellen zu Folge, das zu einer Deformierung des Oberarmkopfes mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung führt.
 
Defektarthropathie
Bei etwa 4% der Patienten mit unbehandelter Rotatorenmanschettenmassenruptur (mindestens 2 gerissene Sehnen der Rotatorenmanschette) entwickelt sich eine Arthrose des Schultergelenkes. Bei der Rotatorenmanschettenmassenruptur verlagert sich der Oberarmkopf nach vorne-oben und verliert somit seine „Zentrierung“ in der Gelenkpfanne. Zusätzlich kommt es hierbei zu einer Verkürzung und Schwächung des M. deltoideus, der im Fall der Rotatorenmanschettenmassenruptur noch eine Seithebung des Armes ermöglicht.  In diesem Fall kann das Gelenk durch ein sog. inverses Prothesen-System ersetzt werden. Hierbei wird eine „Halbkugel“ (Glenosphäre) auf die ursprüngliche Pfanne aufgeschraubt und eine konvex geformte „Humeruspfanne“ im Oberarmknochen fixiert. Der Oberarm wird dadurch wieder nach „unten“ verlagert und die Funktion des M. deltoideus wird verbessert.   
Behandlungsziel
Ziel des Gelenkflächenersatzes ist die Schmerzreduktion sowie die verbesserte Schultergelenksfunktion. Die postoperative Schulterbeweglichkeit ist jedoch abhängig vom Zustand der gelenkführenden Weichteile (Muskulatur, Sehnen, Gelenkkapsel). Hat über einen langen Zeitraum eine Bewegungseinschränkung bestanden, verkürzen sich die Sehnen sowie die Gelenkkapsel, sodass trotz Schultergelenksersatz keine vollständig freie Schulterbewegung erzielt werden kann. Daher ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt der Operation abzupassen:
 Nicht zu lang den Gelenkersatz hinauszuzögern, aber auch nicht zu früh eine Prothese zu implantieren.
 
Nachbehandlung
Die ersten beiden postoperativen Tage wird das Schultergelenk in einem Schlauchverband ruhig gestellt. Anschließend wird für 3 Wochen ein Abduktionskissen angelegt. Am ersten Tag nach der Operation beginnt die frühfunktionelle physiotherapeutische Behandlung, wobei das Schultergelenk die ersten 6 Wochen noch nicht frei bewegt werden darf. Danach wird nach den individuellen Gegebenheiten die freie Beweglichkeit unter zunehmender Belastung trainiert.
Wir empfehlen unseren Patienten eine 3-4 wöchige Rehabilitation in einer von uns ausgewählten Reha-Klinik, so das eine verlässliche Nachbehandlung garantiert ist.
Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit erstreckt sich je nach Beruf auf mindestens 6 Wochen.
Nach Schulterprothesenimplantation sollten Überkopfsportarten vermieden werden.
  
Unfall_Schulter
  
Kontakt
Chefarzt
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Priv. - Doz. Dr. Marc Schult
Tel.: 18 18-87 3211
Fax: 18 18-87 3212
m.schult@asklepios.com
  
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