Anfang 1985 wurde mit dem neuen Test- und Behandlungskonzept begonnen.
Um gezielt die Behandlungseffekte vergleichen zu können, mussten Betroffene mit gleichen Krankheiten über einen definierten Zeitraum mit gleicher Intensität behandelt werden. Nur die Schwerpunkte, deren Wirksamkeit uns interessierte, durften sich unterscheiden.
Die Schwerpunkt-Fragen lauteten:
Darf ein kranker Muskel unter Bewegung trainiert werden, oder ist das bisher erlaubte
Verfahren besser, nur vorsichtige Anspannungsübungen zu praktizieren?
Darf man kranke Muskeln ohne Nachteile dehnen, oder schwächt man sie damit zusätzlich?
Sollte täglich geübt werden, oder reichen, auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten,
weniger Behandlungen aus? Wie lang sollen solche Therapiesitzungen sein?
Ist es günstig, einen kranken Muskel im warmen Milieu zu therapieren (z. B. im warmen Be- wegungsbad oder alternativ im vorgewärmten Zustand), da er ja weit weniger Wärme
produziert als ein gesunder?
Verhelfen elektrotherapeutische Stimulationen der Muskulatur zu mehr Spannkraft?
Aus diesen Fragen entwickelten wir mit der Zeit bis zu 6 verschiedene Behandlungsschemata, deren Wirkung durch ergänzende Maßnahmen (spezielle Massagetechniken, warme Bäder, Elektro-stimulation u. a.) unterstützt wurde.