Asklepios Weserbergland-Klinik
Therapiezentrum für neuromuskuläre Erkrankungen
Verlaufsparameter - Folgeseite


Insgesamt zeigen sich auch bei weiteren geprüften Funktionen des Alltags Verbesserungen, die in der Summe eine Linderung krankheitsbedingter Beschwerden für den Patienten bei der Bewältigung seines Lebens bedeuten.

Im Rahmen der bislang erfolgten Untersuchungen konnten durchweg bei sämtlichen Parametern im Behandlungsverlauf Verbesserungen von ca. 10 % bis 23 % im Mittel erzielt werden.

Als  Fazit  der  Langzeitbeobachtungen zeigt sich bei den Patienten, die regelmäßig stationär behandelt wurden, oft ein nur noch sehr langsames Fortschreiten der Erkrankung oder sogar ein längerer Stillstand der normalerweise progredienten Erkrankung.

Die aufgezeigten Behandlungsergebnisse zeigen die Möglichkeiten und den Stellenwert der WBK-Myo-Therapie bei der Behandlung von Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen.

Derzeit laufen Untersuchungen zur weiteren Optimierung der Therapie unter dem Aspekt der funktionellen Ergebnisse und der Behandlungsdauer, um dem gestiegenen Kostenbewusstsein und den unterschiedlichen Möglichkeiten sowie den Vorgaben der Gesundheitspolitik Rechnung zu tragen.

Eine Assoziation besteht zum Neuromuskulären Zentrum in der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, initiiert von der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM Freiburg). 

Regelmäßig erfolgen Fortbildungsveranstaltungen für Therapeuten, Patienten und Angehörige.

Was spricht für eine Behandlung in der WBK?


Zusammenfassend stellen sich die Vorteile einer Behandlung mit den Mitteln der  physikalischen  Therapie  im Therapiezentrum für  neuromuskuläre Erkrankungen für Patient und Kostenträger wie folgt dar:

Für den Patienten bedeutet dies:

gruenerpunkt    eine deutliche Kompensation des unvermeidlichen Fortschreitens der Erkrankung mit den
      hierdurch bedingten Leistungsabfällen

gruenerpunkt    einen längeren Erhalt der Erwerbsfähigkeit

gruenerpunkt    eine Verbesserung der Lebensqualität sowie der Selbsthilfefähigkeit

gruenerpunkt    unter Umständen ein Ermöglichen eines längerfristigen Lebens in seinem ursprünglichen
      häuslichen und sozialen Lebensumfeld mit Abwendung einer kostenintensiven
      Heimunterbringung

Für die zuständigen Kostenträger bedeutet dies:

gruenerpunkt    Durch die Verhinderung von sonst auftretenden Begleiterkrankungen und Komplikationen
      (z.B. Stürze, operative Korrekturen von Kontrakturen, Skoliosen (massive Wirbelsäulen-
      verkrümmungen), Bereitstellung von Beatmungsgeräten und sonstigen Hilfsmitteln) fallen 
      zusätzliche Kosten in geringerem Maß oder gar nicht an.

gruenerpunkt    Durch den längeren Erhalt der Erwerbsfähigkeit wird der Anspruch auf Zahlung von
      Krankengeld, Erwerbsunfähigkeitsrenten etc. verzögert bzw. entfällt („Reha vor Rente“).

gruenerpunkt    Durch die Verbesserung der Selbsthilfefähigkeit des Patienten wird ein sonst rasch
      zunehmender höherer Kostenaufwand bei rapide ansteigendem Pflege- und Betreuungs-
      bedarf und -aufwand vermieden („Reha vor Pflege“).

Ein vergleichbarer Therapieerfolg wie dargestellt ist durch eine ambulante Behandlung einschließlich häuslicher Krankenpflege in diesem Ausmaß nicht erzielbar und auch in einer weniger spezialisierten stationären Therapieeinrichtung nicht zu erwarten.

Im Übrigen sind bei der wichtigen Gruppe erwerbstätiger Patienten aufgrund des Arbeitsprozesses ambulante physikalische Therapiemaßnahmen oft zeitlich und organisatorisch nicht durchführbar, so dass für diese Patienten nur durch die stationäre Behandlung mit Mitteln der physikalischen Therapie optimale Ergebnisse erzielt werden können.

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