Zusammenfassend stellen sich die Vorteile einer Behandlung mit den Mitteln der physikalischen Therapie im Therapiezentrum für neuromuskuläre Erkrankungen für Patient und Kostenträger wie folgt dar:
Für den Patienten bedeutet dies:
eine deutliche Kompensation des unvermeidlichen Fortschreitens der Erkrankung mit den
hierdurch bedingten Leistungsabfällen
einen längeren Erhalt der Erwerbsfähigkeit
eine Verbesserung der Lebensqualität sowie der Selbsthilfefähigkeit
unter Umständen ein Ermöglichen eines längerfristigen Lebens in seinem ursprünglichen
häuslichen und sozialen Lebensumfeld mit Abwendung einer kostenintensiven
Heimunterbringung
Für die zuständigen Kostenträger bedeutet dies:
Durch die Verhinderung von sonst auftretenden Begleiterkrankungen und Komplikationen
(z.B. Stürze, operative Korrekturen von Kontrakturen, Skoliosen (massive Wirbelsäulen-
verkrümmungen), Bereitstellung von Beatmungsgeräten und sonstigen Hilfsmitteln) fallen
zusätzliche Kosten in geringerem Maß oder gar nicht an.
Durch den längeren Erhalt der Erwerbsfähigkeit wird der Anspruch auf Zahlung von
Krankengeld, Erwerbsunfähigkeitsrenten etc. verzögert bzw. entfällt („Reha vor Rente“).
Durch die Verbesserung der Selbsthilfefähigkeit des Patienten wird ein sonst rasch
zunehmender höherer Kostenaufwand bei rapide ansteigendem Pflege- und Betreuungs-
bedarf und -aufwand vermieden („Reha vor Pflege“).
Ein vergleichbarer Therapieerfolg wie dargestellt ist durch eine ambulante Behandlung einschließlich häuslicher Krankenpflege in diesem Ausmaß nicht erzielbar und auch in einer weniger spezialisierten stationären Therapieeinrichtung nicht zu erwarten.
Im Übrigen sind bei der wichtigen Gruppe erwerbstätiger Patienten aufgrund des Arbeitsprozesses ambulante physikalische Therapiemaßnahmen oft zeitlich und organisatorisch nicht durchführbar, so dass für diese Patienten nur durch die stationäre Behandlung mit Mitteln der physikalischen Therapie optimale Ergebnisse erzielt werden können.