Das Schlafapnoe-Syndrom

Lungenfunktionsprüfung
Häufigste Erkrankung mit der Folge übermäßiger Tagesschläfrigkeit ist das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom. Hierbei kommt es im Schlaf zu sich wiederholenden Verschlüssen der Atemwege im Rachenbereich. Durch Schutzmechanismen des Körpers wird der Tod durch Ersticken verhindert - um den Preis eines unter Umständen schwerst gestörten Schlafes mit nachfolgender Tagesmüdigkeit!
Gehäuft findet man bei diesen Patienten einen Bluthochdruck und Übergewicht. Diese Konstellation erhöht nachgewiesenermaßen das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle ganz erheblich!
Die Notwendigkeit einer Behandlung der Erkrankung resultiert aus dem Herz-Kreislauf-Risiko und insbesondere aus den Beschwerden des Patienten.
Nach Klärung der Diagnose erfolgt ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten. Hierbei werden die verschiedenen Therapiemöglichkeiten besprochen und deren Notwendigkeit geklärt. Anschließend wird ein Zeitplan für die nötigen Maßnahmen erstellt.

Patient mit CPAP-Maske
Bei Notwendigkeit einer nächtlichen CPAP-Therapie, also Druckunterstützung der Atmung zum Offenhalten der Atemwege, wird zunächst eine Maske angepasst und eine Gewöhnungsübung am Tage durchgeführt. Damit ist gewährleistet, dass der Patient in der Einstellungsnacht problemlos mit Maske und Gerät zurechtkommt.
Neben der CPAP-Therapie kommen selten Alter-nativen in Betracht - diese werden individuell geprüft und mit dem Patienten besprochen. Nach Diagnosestellung erfolgt anschließend der Therapiebeginn im Schlaflabor; bei CPAP-Einleitungen bekommen die Patienten das Gerät zur Eingewöhnung zunächst leihweise mit nach Hause. Erst wenn alle gegebenenfalls auftretenden Probleme mit Maske, Nase oder Gerät behoben sind, erfolgt die Verordnung. Die Erfahrung lehrte, dass mit dieser Vorgehensweise eine hohe Akzeptanz seitens der Patienten, aber auch der Kostenträger erreichbar ist.
Eine Auswahl Masken vor der Anprobe
Das Schlaflabor steht sowohl den stationär wegen anderer Erkrankungen behandelten als auch eigens hierfür eingewiesenen Patienten nach vorangegangener Stufendiagnostik (gemäß BUB-Richtlinien) offen. Aufgrund eines Schwerpunktes der Klinik im Bereich der Behandlung neuromuskulär Erkrankter (Muskelschwund) werden auch Untersuchungen zur Klärung der Notwendigkeit einer nächtlichen Heimbeatmung durchgeführt. Eine notwendige Therapie wird gegebenenfalls hier eingeleitet.
Kontakt:
Leitung des Schlaflabors
Dr. Thorsten-R. Diercks
Telefon: 0 52 71 / 98 - 23 81
Telefax: 0 52 71 / 98 - 35 39
E-Mail: schlaflabor.hoexter@asklepios.com