Neuartiges Angebot in der Asklepios Klinik Harburg Manchmal geht es ganz schnell. Plötzlich und völlig unvorbereitet wird ein Verwandter oder jemand, der einem sehr nahe steht, zum Pflegefall. Das kann durch einen Unfall geschehen oder durch einen Schlaganfall. Auch schwere Krankheiten oder altersbedingte Verwirrtheit enden oft damit, dass man sich nicht mehr alleine versorgen kann. „In diesem Moment tauchen für die Angehörigen unzählige Fragen auf, auf die sie ganz schnell eine Antwort brauchen“, sagt Martin Moritz (43). Seit mehr als drei Jahren berät und schult der studierte Philosoph und Altenpflege-Ausbilder von „Hanseatic - die Pflegebe-rater“ diese Menschen, wie mit demenzkranken Eltern umzugehen ist oder welche Leistungen die Pflegekasse übernimmt. Bei gemeinsamen Kursangeboten für Angehörige in der Asklepios Klinik Harburg lernte Moritz den dortigen Lehrer für Pflegeberufe und Kinaesthetics-Trainer Martin Burka (49) kennen. Beide gehen jetzt noch einen Schritt weiter. Neben einer Angehörigenberatung haben sie eine Angehörigenschule gegründet. „Wir wollen damit einen Ort schaffen, an dem die Angehörigen im Mittelpunkt stehen und nicht die Pflegebedürftigen“, sagt Martin Moritz. In der Asklepios Klinik Harburg und besonders bei deren Pflegedirektorin Christa Meyer stießen sie mit ihrer Idee für die Schule auf offene Türen. Sie begrüßte die Kooperation und stellte die notwendigen Schulungsräume zur Verfügung. Damit stand der „Hamburger Angehörigenschule“ nichts mehr im Wege. Wer einen Angehörigen selbst betreuen möchte, kann sich in der Hamburger Angehörigenschule kostenlos für eine optimale Pflege weiterbilden lassen. Die Schulungen werden von der Pflegekasse bezahlt. Burka und Moritz bieten zahlreiche Kurse an, zum Beispiel zur ersten Orientierung, zur Pflege oder zur so genannten Kinaesthetics, einem Konzept zur individuellen Bewegungsunterstützung. Die Hamburger Angehörigenschule bietet aber auch spezielle, auf den einzelnen Fall abgestimmte Schulungen an. Dafür kommen die Pflegeberater ins Haus und unterrichten die Angehörigen vor Ort, damit die Pflege bestmöglich gelingt. So lernen Angehörige unter anderem, wie sie den Patienten drehen oder lagern müssen, ohne sich selbst zu verrenken oder den eigenen Rücken zu belasten. Liegt der Patient noch im Krankenhaus, kann die Schulung bereits dort beginnen. Weitere Informationen zum Kursprogramm finden Sie hier.
Datum
Kurs
18.08. 15.00-18.30 Uhr
Orientierungskurs „Was tun bei Pflegebedürftigkeit?“
30.08. / 06.09. / 13.09. je 10.30-16.00 Uhr
Pflegekurs „Pflegen zu Hause - Infos, Tipps & Tricks“