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Bauchspeicheldrüsenentzündung
 
Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert zum einen sehr wichtige Sekrete für die Nahrungsverdauung, zum anderen bildet ein bestimmter Anteil der Drüse die Hormone für die Blutzuckerregulation (v.a. Insulin). Das Organ befindet sich tief im oberen Bauchraum, in unmittelbarer Nähe zum Magen, dem Zwölffingerdarm und der Milz sowie zahlreichen großen Blutgefäßen.
 
Eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) kann äußerst schmerzhaft und in einigen Fällen auch lebensbedrohlich sein. Die häufigsten Ursachen sind Gallensteine (die den gemeinsamen Ausgang von Gallen- und Bauchspeicheldrüsengang verstopfen) oder der übermäßige Genuss von Alkohol.
 
Bauchspeicheldruese
Das typische Symptom ist ein starker Schmerz, der sich gürtelförmig über den Oberbauch erstreckt. Die Behandlung besteht - in Abhängigkeit vom Schweregrad - zunächst in einer Nahrungsanpassung und Infusionstherapie. Hinzu kommen die Gabe von Schmerzmitteln und ggf. auch Antibiotika. Bei einer Pankreatitis durch Gallengangssteine werden diese mittels einer endoskopischen Methode (ERCP) entfernt.
 
Der stationäre Aufenthalt kann von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen variieren, zeitweise kann eine Behandlung auf einer Intensivstation nötig werden. In den meisten Fällen kann eine vollständige Erholung des Organs mit normaler Funktion erreicht werden.
 
Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung wird nahezu immer durch Alkoholkonsum verursacht. Hierbei kommt es zu einer zunehmenden Zerstörung des Organs, oft verbunden mit chronischen Schmerzen und einer Verdauungsstörung. Im Vordergrund der Therapie steht die Alkoholabstinenz, oft ist die Gabe von Enzympräparaten notwendig. In einigen Fällen kommt es zur Entwicklung eines Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) durch den Ausfall der Insulinproduktion im Pankreas. Spezifische Komplikationen wie große Pseudozysten oder Gangsteine werden endoskopisch behandelt (ERCP).
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