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Wir bemühen uns, in der Klinik eine Atmosphäre zu schaffen, welche die Entstehung eines "psychotherapeutischen Raumes" begünstigt. Damit ist unter anderem das Bemühen der Mitarbeiter gemeint, sich eine gemeinsame Theorie über das Innenleben der Patienten zu erarbeiten. Allen Äußerungen seitens der Patienten und Angehörigen wird unvoreingenommene Neugier entgegen gebracht. Krankheitssymptome und Verhaltensweisen können eine - oft unbewusste - Ausdrucksfunktion haben. Unser Tun bezweckt, die Bewusstheit, Selbständigkeit, Entscheidungsfreiheit und Anpassungsfähigkeit bei den Betroffenen zu erweitern. Zusammen mit den Patienten und Angehörigen versuchen wir, die Folgen von psychischen Störungen herauszuarbeiten, gegebenenfalls Unterstützungsmöglichkeiten abzuwägen und bei Konflikten und/oder schwierigen Lebenslagen bessere Lösungen als bisher zu finden. Unabdingbare Voraussetzungen eines solchen "psychotherapeutischen Raumes" sind ein klares Konzept und eine stabile, psychotherapeutischen Prozessen dienliche Organisationsstruktur des Klinikalltags. Sie schützt vor etwaigen Grenzüberschreitungen, Unberechenbarkeit oder unreflektiertem Aktivismus - von welcher Seite auch immer. Das Bemühen um die Entstehung eines "psychotherapeutischen Raumes" besagt allerdings nicht, dass eine spezifische Psychotherapie für jeden Patienten im Vordergrund unserer Aktivitäten stehen muss. Dies können genauso gut andere Maßnahmen sein wie Schutz, Stabilisierung, vertiefte Diagnostik, medikamentöse Einstellung unter klinischen Bedingungen oder sozialpsychiatrische Aktivitäten. :: zurück |
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