Die Therapie der Kopf- Halstumoren orientiert sich nach der Tumorgröße, nach dem Vorkommen von Absiedelungen am Hals und in verschiedenen Organen. Zunächst steht die operative Therapie im Vordergrund. Liegen jedoch Tochtergeschwülste in anderen Organen vor, oder ist der Befund so fortgeschritten, dass eine Operation nicht mehr in Betracht kommt, müssen alternative Therapiemethoden angeboten werden. Alleinige Chemotherapie Tritt nach einer Tumortherapie erneut ein Tumor an gleicher Stelle auf, so spricht man von einem Rezidiv. Liegt ein inoperables Rezidiv oder eine Tochtergeschwulst in anderen Organen vor, kann eine Chemotherapie die Linderung der Beschwerden, und in manchen Fällen gar eine Lebensverlängerung herbeiführen. Im Einzelfall kann auch eine chirurgische Entfernung der Tochtergeschwulst oder eine gezielte Bestrahlung sinnvoll sein. Schmerztherapie Die Schmerzfreiheit bringt einen unglaublichen Zuwachs an Lebensqualität mit sich. Ein besonderes Anliegen unserer Klinik ist es, den Patienten schmerzfrei einzustellen. Kein Patient, insbesondere kein Tumorpatient sollte unnötig Schmerzen leiden. Hierzu stehen alle modernen Medikamente zur Verfügung. Interstitielle Thermotherapie Bösartige Tumoren im HNO Bereich können Tochtergeschwülste in die anliegenden Halslymphknoten streuen. Diese können beträchtliche Ausmaße annehmen und sogar in die Halsschlagader einwachsen. Ist dies der Fall, so wäre eine operative Entfernung dieser Geschwulst nahezu nicht mehr mit dem Leben vereinbar. Bis vor kurzem konnten wir diesen Patienten keine überzeugende Therapiealternative anbieten. Im Rahmen einer Studie kann nun eine Halslymphknotenmetastase mit der interstitiellen Thermotherapie verkleinert werden. Hierzu wird in der Regel in Vollnarkose über 3 verschiedene Elektroden eine entsprechende Menge an Energie in den Tumor gegeben, so dass das betroffene Gewebe zerstört und nachfolgend abgebaut wird. Dies führt zu einer sichtbaren Verkleinerung der Tochtergeschwulst am Hals. Auch bei Patienten mit einem inoperablen Tumorrezidiv kommt diese Therapie am Tumor selbst grundsätzlich in Frage, wenn alle Alternativtherapien ausgeschöpft sind.