Die ausgewogene Ernährung ist einer der fundamentalen Pfeiler der Gesundheit. Insbesondere bösartige Erkrankungen im HNO Bereich betreffen die obere Schluckstraße und führen daher bereits schon vor einem operativen Eingriff zu einem schmerzhaften Schluckakt. Eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Gewichtsabnahme mit Abbau von körpereigenem Fett- und Muskelgewebe und ein geschwächtes Immunsystem ist die Folge. Weiterhin beeinflussen sämtliche tumorchirurgische Eingriffe in der HNO- Heilkunde zunächst die Schluckstraße und führen postoperativ zu einem veränderten und hiermit zusätzlich erschwerten Schluckakt. Bei metastatischem Befall der Halslymphknoten (Absiedelung von Tochtergeschwülsten) oder bei inoperablen Tumoren ist eine Bestrahlungstherapie angezeigt. Hierbei kommt es häufig zu einer schmerzhaften Mundschleimhautentzündung und zu einer Mundtrockenheit, der Schluckvorgang wird erneut erschwert. Daher ist uns eine hochkalorische Ernährung unserer Tumorpatienten ein besonderes Anliegen. Die künstliche Zusatzernährung ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie schwer kranker Patienten und dient zur Deckung des erhöhten Energie- und Proteinbedarfs des Körpers sowie zum Erhalt und zur Stärkung der körpereigenen Abwehrfunktion. Bei unterernährten Patienten ist die Stabilisierung des Ernährungszustandes das vorrangige Ziel dieser Maßnahme. Die ausgewogene und durch Omega- 3 Fettsäuren angereicherte Ernährung hat bei mannigfaltigen Tumorerkrankungen eine bessere Wundheilung, eine schnellere Genesungszeit und geringere Komplikationsraten gezeigt. Auch unsere Patienten sollen von diesen Erkenntnissen profitieren.