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Cochlea-Implant
 
Das Cochlea-Implantat (CI) der Firma MED-EL ist zur Behandlung Erwachsener und Kinder mit starker bis sehr starker Schallempfindungsschwerhörigkeit und für Gehörlose, deren Hörnerv noch funktioniert, geeignet. Bei dieser Art des Hörverlustes können konventionelle Hörgeräte nur bedingt helfen, weil sie Schall verstärken, aber die Hörschnecke im Innenohr (Cochlea) kann diesen Schall nicht verarbeiten. Ein Cochlea-Implantat umgeht den nicht funktionierenden Teil der Cochlea und liefert Schallsignale direkt an den Hörnerv. Die Hals-Nasen-Ohren-Abteilung der Asklepios Klinik Harburg unter dem Chefarzt Prof. Dr. med. Thomas Verse bietet ab Oktober  2008 die Implantation von Cochlea-Implantat Systemen der Firma MED-EL an. Prof. Dr. med. Th. Verse ist seit zwei Jahren Chefarzt der Hals-Nasen-Ohren-Abteilung der Asklepios Klinik Harburg und verfügt über eine langjährige Erfahrung bei der Implantation von Cochlea-Implantaten. Nun ist es ihm und seinem Team gelungen, diese Techniken auch in Hamburg anbieten zu können.
 
Für wen sind Cochlea-Implantate (CI) geeignet und was können sie leisten?Eine CI-Versorgung ist dann angezeigt, wenn mittels bester Hörgeräte kein ausreichendes Sprachverstehen mehr erzielt werden kann. Die frühere Aussage, dass ein CI nur für vollständig ertaubte Menschen in Frage kommt, ist überholt. Die Erfolgsaussicht hängt wesentlich ab von der Ertaubungsdauer, der Sprachkompetenz, dem Zustand der Hörnerven, dem Vorliegen zentral auditiver Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen und der Motivation des Patienten zum Erlernen der ungewohnten Höreindrücke und Sprachlaute. Bei tauben Erwachsenen, die schon vor oder während des Spracherwerbs ertaubt sind, wird eine CI-Versorgung nicht angeraten, da ein lautsprachliches Verstehen in der Regel nicht zu erwarten ist. Cochlea-Implantate können ein breites Spektrum an Vorteilen bringen, wie etwa Sprache verstehen oder Umweltgeräusche und Musik hören. Diese Erfolge variieren jedoch stark von Patient zu Patient. Eine beidseitige Implantation verbessert die Spracherkennungsfähigkeiten in ruhiger und geräuschvoller Umgebung und verbessert das Richtungshören.
 
Was sind Cochlea-Implantate und wie funktionieren sie?Ein Cochlea-Implantat besteht aus zwei Hauptteilen. Einem internen Implantat, welches operativ unter die Haut platziert wird. Es besteht aus einem Elektronikgehäuse, einem Elektrodenträger und einer Referenzelektrode. Der Sprachprozessor wird extern hinter dem Ohr unter den Haaren getragen Er besteht aus einer Prozessoreinheit (mit Mikrofon, Lautstärke- und Empfindlichkeitsregler), einem Batterieteil und einer Spule mit Kabel.
 
Cochlea-Implantat Systeme wandeln Schall in elektrische Pulse um. Diese elektrischen Pulse stimulieren den Hörnerv, und das Gehirn interpretiert sie als akustisches Ereignis. Da das Gehirn Schallinformationen sehr schnell erhält, hört man das Schallereignis zum Zeitpunkt, zu dem es auftritt.
 

 
(mit freundlicher Genehmigung der Firma MED-EL, Deutschland GmbH) Wie ist der Ablauf, wenn ich mich für ein Cochlea-Implantat interessiere?Personen, die sich für ein Cochlea-Implantat interessieren, werden gebeten, sich in der Ambulanz der Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde nach Terminvereinbarung unter 040-1818-86-2056 vorzustellen. Es werden dort eine Reihe von audiologischen Tests, ärztlichen und psychologischen Untersuchungen vorgenommen, um sicherzustellen, dass ein Cochlea-Implantat geeignet ist. Die Implantation des Hörsystems wird unter Vollnarkose durchgeführt. Die Erstanpassung des Sprachprozessors erfolgt drei bis sechs Wochen nach der Operation. Der Sprachprozessor wird für jeden Benutzer individuell eingestellt. Von entscheidender Bedeutung für den individuellen Erfolg nach der Implantation ist die Rehabilitation. Die von der Krankenkasse genehmigte CI-Operation schließt eine anschließende ganzheitliche Rehabilitation der betroffenen Patienten ein. 

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Fax: 040-181886-2858

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