Bevor ein Aufenthalt in einem Schlaflabor erforderlich ist, werden ambulante Voruntersuchungen durchgeführt. Als erster Schritt erfolgt ein Gespräch, eine Untersuchung, ggf. eine Blutentnahme und das Ausfüllen von schlafmedizinsch-relevanten Fragebögen in der hals-nasen-ohren-ärztlichen Ambulanz (Haus 8, Ebene 7). Sollten Sie bereits von Ihrem einweisenden Arzt eine schlafmedizinisch, ambulante Voruntersuchung (Polygraphie; Syn: Schlafscreening-Untersuchung) zu Hause erhalten haben, bitten wir Sie, die Auswertung mitzubringen. Sollte dies noch nicht erfolgt sein, wird diese Untersuchung bei uns veranlasst. Basierend auf den Ergebnisse der obengenannten Untersuchungen wird entschieden, ob ein Aufenthalt in unserem Schlaflabor für ein oder zwei Nächte erforderlich ist. Was passiert in einem Schlaflabor? In der Regel kommen Sie um 21.00 Uhr auf die Station 87B (Haus 8, Ebene 7). Dieser späte Aufnahmetermin ist möglich, da im Vorfeld oben genannte Untersuchungen in der Ambulanz erfolgt sind. Nachdem Sie sich bettfertig gemacht haben, erfolgt das Anbringen der einzelnen Elektroden.Während der Schlaflaboruntersuchung (Polysomnographie) werden folgende Parameter routinemäßig gemessen:
EEG (Elektroencephalogram, syn. Hirnströme),
EKG
Herzfrequenz
Schnarchgeräusche
Nasen-, Brust- und Bauchatmung,
Beinbewegungen
und die Körperlage
Am nächsten Morgen werden alle Elektroden entfernt, die Messung ausgewertet und das weitere Procedere besprochen. In manchen Fällen ist die Durchführung eines zusätzlichen künstlichen Schlafes erforderlich. Mittels eines Schlafmittels, welches unter Überwachungsbedingungen intravenös gegeben wird, wird der künstliche Schlaf erzeugt. Der Arzt kann unter diesen Bedingungen eine Spiegelung der Atemweg vornehmen und den Ort des Schnarchens und der Obstruktion festlegen. In unserem Schlaflabor bieten wir zusätzlich Untersuchungen am Tage an, welche eine Aussage über die Einschlafneigung geben (MSLT-/MWT-Testungen).