Mit etwas Übung kann eine Mutter ihr Kind im Sitzen, Liegen und Stehen stillen, auch das Kind kann in fast jeder Lage trinken. Unter verschiedenen Bedingungen kann jede der unterschiedlichen Positionen sinnvoll sein. Wir machen sie während des Klinikaufenthaltes mit den drei gebräuchlichsten Stillpositionen bekannt: :: Wiegenhaltung :: Stillen im Liegen :: Rückenhaltung Ein Wechseln zwischen diesen drei Grundpositionen ist günstig: :: weil so die Brust und Brustwarze verschieden stark beansprucht werden, :: weil alle Milchgänge gut geleert werden, :: weil verschiedene Bereiche intensiv stimuliert werden und die Milchbildung damit maximal angeregt wird.
In den ersten Lebenstagen lernt das Neugeborene noch am leichtesten die unterschiedlichen Positionen, das kann später schwieriger werden. Die folgenden Anlegeregeln gelten unabhängig von der eingenommenen Stillposition. :: Das Kind muss mit dem ganzen Körper der Mutter zugewandt sein. :: Das Kind muss die Brust erreichen können, ohne den Kopf zu drehen (Versuchen sie einmal selbst etwas zu trinken mit seitwärts gewendetem Kopf). :: Der Kopf des Kindes soll nicht überdehnt sein. :: Ohr, Schulter und Oberarm bilden eine Linie. :: Kinn und Nasenspitze berühren die Brust während des Trinkens. Das Kind atmet beim Stillen durch die Nase. :: Das Kind muss seinen Mund weit öffnen. Die Lippen sollen offen und glatt am Warzenhof liegen und nach außen gestülpt sein. :: Beim Ranziehen des Kindes an die Brust soll nicht nur die Brustwarze, sondern ein möglichst großer Teil des Warzenhofes im Mund des Kindes sein.