Milchstau kann sich zu einer Brustdrüsenentzündung (Mastitis) entwickeln, wenn er nicht sofort behandelt wird. Deshalb müssen sie bei den ersten Anzeichen eines Milchstaus sofort reagieren. Erkennungsmerkmale:
:: Leichte Schmerzen in einem abgegrenzten Bereich der Brust. :: Diese Stelle ist heiß, verhärtet, gerötet und/ oder empfindlich. :: Ihre Körpertemperatur kann bis 38,4°C ansteigen. :: Sie können ein Grippegefühl, z. B. Gliederschmerzen, haben.
Ursachen:
:: Zu seltenes, unregelmäßiges Stillen (lange Schlafphasen wechseln mit kurz aufeinanderfolgenden Trinkphasen). :: Einige Teile ihrer Brust werden nur unzureichend geleert.< :: Ein schläfriges Kind. :: Verspannung, seelische Belastung, Überlastung, Stress beeinträchtigen den Milchspendereflex negativ. Die Milchbildung selbst bleibt weiterhin aktiv, staut sich aber in den Milchgängen. :: Zusatznahrung und Schnuller lassen das Kind nicht aktiv an der Brust saugen. :: Die Brust wird durch enge BHs oder einschneidende Kleidung gedrückt. :: Falsche Anlegetechnik und nicht wechselnde Stillpositionen fördern den Milchstau.
Maßnahmen:
:: Ruhe, Bettruhe :: Wechselnde Stillpositonen. Das Kinn des Kindes zeigt beim Anlegen in die Richtung der betroffenen Stelle. :: Feuchte oder trockene Wärme vor dem Stillen, die noch warme Stelle sanft massieren. :: Danach das Kind anlegen oder die Milch ausstreichen. :: Nach dem Stillen die Brust für ca. 20 Min. kühlen (Quarkwickel, kalte Weißkohlblätter oder Kühlelemente). :: Auf jeden Fall sollen sie weiterstillen.