Der Begriff Milcheinschuss ist eher irreführend, denn: Bereits in der Schwangerschaft bildet die Brust Kolostrum = Neugeborenenmilch. Die Milchmenge steigt nach der Geburt an kontinuierlich an. Das Baby trinkt diese Milch vom ersten Tag an. Richtig ist: :: Um den 3.-4. Lebenstag des Neugeborenen stellt sich die Hormonproduktion zur Milchbildung bei der Mutter auf den Übergang zur reifen Frauenmilch ein. :: Dadurch bedingt kommt es zur verstärkten Durchblutung der Brust, Lymphflüssigkeit zirkuliert vermehrt. :: Kontinuierlich wird mehr Milch produziert.
Der Milcheinschuss ist ein normaler Vorgang und tritt ab ca. 2. bis 4. Tag nach der Geburt auf. Erkennungsmerkmale:
:: Starkes Anschwellen der Brüste. :: Die Brüste sind warm, schwerer und empfindlicher. :: Die Haut ist gespannt, die Brustwarzen sind dadurch flacher. :: Das Kind kann die Brustwarze nur schwer oder gar nicht fassen. :: Venen zeichnen sich unter der Haut ab. :: Die Brüste sind leicht gerötet.
Ursachen:
:: Nach der Geburt kommt es zu einer Veränderung der hormonellen Situation, die volle Milchproduktion wird gebahnt. :: Die Brüste sind stärker durchblutet. :: Es zirkuliert mehr Lymphflüssigkeit. :: Die Milchmenge nimmt zwar zu, ist aber neben vermehrter Blutzufuhr und Lymphflüssigkeit nur zu einem Drittel der Verursacher des Milcheinschusses. Hilfen bei schmerzhaftem Milcheinschuss