:: Der intensive Hautkontakt ist ein guter Übergang vom Körperkontakt innerhalb der Gebärmutter zur Außenwelt. :: Es hält das Baby warm und verhindert einen Temperaturabfall. :: Durch den Hautkontakt und das erste Anlegen nach der Geburt wird der kindliche Körper mit der mütterlichen Bakterienflora bekannt. :: Babys, die die Brust selbst suchen konnten, entwickeln später ein besseres Saugverhalten. :: Die Hormonproduktion für das Stillen wird schneller angeregt. :: Beim Stillen gibt es weniger Probleme. :: Die Mütter sind generell zu längerem Stillen bereit.
Psychisch:
:: Der erste Blickkontakt fördert die emotionale Nähe :: Es entsteht sofort eine verbale und nonverbale Kommunikation zwischen Eltern und Kind. :: Die liebevolle, fürsorgliche, geduldige, starke und anhaltende Bindung von Mutter-Kind-Vater kann schneller wachsen. :: Das Urvertrauen des Neugeborenen wird gefördert :: Die Mütter wollen ihre Babys auch während des weiteren Klinikaufenthaltes länger bei sich behalten. :: Das Neugeborene ist ruhiger und entspannter, es schreit weniger. :: Die Mütter werden selbstsicherer, die Eltern fühlen sich in ihrer neuen Rolle kompetenter. :: Sie sind gelassener im Umgang mit ihrem Säugling. Auch während stressreicher Phasen ( z.B. fehlender Schlaf, Unruhe des Kindes) sind sie geduldiger.
Gerade das sichere Gefühl der Kompetenz dem eigenen Kind gegenüber, beeinflusst aus entwicklungspsychologischer Sicht die weitere Eltern-Kind-Beziehung positiv. Noch über 6 Monate nach der Geburt lässt sich ein positiver Effekt im Verhalten von Eltern und Kind aus der ausgiebigen Frühbeziehung des Bondings nachweisen, dann verwäscht er sich langsam. Obwohl der Stellenwert des Bondings für die erste gemeinsame Zeit sehr hoch ist, darf man ihn nicht überbewerten. Für eine gute Eltern-Kind-Bindung sind natürlich auch die unzähligen Stunden von Interaktion wichtig, während die Eltern und das Kind lernen, ihr Verhalten aufeinander abzustimmen.