Die aneurysmatische Aufweitung der abdominellen Aorta ist mit einer Inzidenz von etwa 3% der über 65jährigen eine häufige Er-krankung. Sie gewinnt dadurch eine besondere Brisanz, dass das Aneurysma in der Regel asymptomatisch wächst und daher erst zufällig diagnostiziert wird. Zudem besteht ab einer bestimmten Größe und Konfiguration eine expotentiell steigende Rupturgefahr.

Diese "tickende Zeitbombe" stellt also eine latente aber permanente Gefahr für das Leben des Patienten dar. Bis heute ist die Letalität Aortenruptur hoch. Jedoch haben sich in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte in Vorsorge, Diagnostik und auch Therapie des abdominellen Aortenaneurysma ergeben. Folge ist, dass die Aneurysmaruptur seltener geworden ist, weil die Erkrankung rechtzeitig erkannt wird. Auch in der Therapie sind revolutionäre Neuentwicklungen eingetreten und hier meinen wir vor allen die endovasculäre Ausschaltung, wenn bestimmte morphologische Kriterien erfüllt sind. Nach 10 Jahren hat diese Methode einen festen Platz in der Therapie des abdominellen Aortenaneurysmas gewonnen. Trotzdem bleibt die konventionelle Ausschaltung des abdominellen Bauchaortenaneurysmas mittels operativer Implantation einer Gefäßprothese ein wichtiger Bestandteil der Therapieoptionen.
:: Zurück