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27. Juni 2005
 Das neue Beckenzentrum im AK Harburg
Chirurgen, Gynäkologen und Urologen therapieren gemeinsam - Fachtagung am 29. Juni in Harburg
Vier Chefärzte des AK Harburg arbeiten bei Erkrankungen des Beckens fachübergreifend zusammen: Prof. Dr. Margit Fisch und PD Dr. Wolfgang H. Meyer-Moldenhauer (Urologie), Dr. Volker Maaßen (Gynäkologie) und Dr. Sebastian Debus (Chirurgie) entwickeln im neugeschaffenen Beckenzentrum gemeinsame Strategien zur Therapie dieser Patientinnen und Patienten. Prof. Dr. Margit Fisch vom Urologischen Zentrum Hamburg (UZH): „Viele dieser Erkrankungen können nur gemeinsam gut behandelt werden. Aufgrund der engen räumlichen Nähe von innerem Genitale, Kontinenzmechanismen und Enddarm ist häufig ein interdisziplinäres Vorgehen nötig. Im Beckenzentrum des AK Harburg ist dies jetzt die Regel.“
 
In Zusammenarbeit mit der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.V. findet dazu am 29. Juni in Harburg eine erste Fachtagung zum Thema der Harn- und Stuhlinkontinenz statt. Ab einem Alter von 50 Jahren leidet mindestens jede fünfte Frau an einer Inkontinenz. Der unwillkürliche Urinverlust stellt ein großes Problem im Alltag dar - aber vielen ist das Thema peinlich. Scham- und Schuldgefühle führen dazu, dass viele Frauen den Weg zur Ärztin oder zum Arzt scheuen und teilweise Gelder für selbstgewählte, häufig unsinnige Therapien ausgeben.  Dr. Volker Maaßen: Stressinkontinenz liegt häufig bei einer Beckenbodenschwäche vor, zum Beispiel nach Geburten.“ Nicht selten findet sich auch eine Stuhlinkontinenz. In schweren Fällen gibt es verschiedene operative Möglichkeiten: „Gemeinsam können wir eine auf den Patienten individuell zugeschnittene Therapie verwirklichen, etwa unter Einsatz von „Kunststoffbändchen", durch Korrekturen von Blasensenkungen, verschiedene Techniken der „Anhebung“ von Blase, Scheide und des Enddarmes sowie Rekonstruktionen des Beckenbodens.“
 
Auch Männer sind zunehmend von Inkontinenz betroffen. Diese tritt als Folge voran gegangener Interventionen wie Operationen wegen eines Prostatakarzinoms auf, aber auch nach Bestrahlung und Eingriffen an der Prostata durch die Harnröhre. Urgeinkontinenz (Dranginkontinenz) und neurogene Inkontinenz finden sich bei beiden Geschlechtern. Dranginkontinenz entsteht aus einem kleinen Fassungsvermögen der Blase oder einer nicht unterdrückbaren Kontraktion der Blasenmuskulatur. Bei Nervenschädigung der Blase (Patienten mit Querschnittslähmung oder verschiedenen neurologischen Erkrankungen) können ganz unterschiedliche Blasenstörungen auch mit Inkontinenz auftreten.Während der Fachtagung am 29. Juni werden dem Fachpublikum aktuelle Konzepte und Möglichkeiten einer Therapie der verschiedenen Formen einer Harn- und Stuhlinkontinenz in einem Beckenzentrum vorgestellt. Weitere Veranstaltungen zu Onkologie und rekonstruktiven Eingriffen im kleinen Becken folgen im Rahmen der Veranstaltungsreihe im Hotel Lindtner.
 
Vor Beginn der Veranstaltung werden wir Ihnen in einem Pressegespräch das neue Beckenzentrum erläutern und die Akteure vorstellen. Wir laden Sie zu diesem Termin herzlich ein.
 
Pressegespräch Beckenzentrum
Mittwoch, 29. Juni 2005
18 Uhr
Hotel Lindtner
Heimfelder Straße 123
21075 Hamburg
Teilnehmer:
· PD Dr. Sebastian Debus
· Prof. Dr. Margit Fisch
· Dr. Volker Maaßen 
· PD Dr. Wolfgang H. Meyer-Moldenhauer
 
 
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Jens O. Bonnet
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