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Vorsicht Hitze ! - Fünf goldene Regeln Priv. Doz. Dr. med. Werner Hofmann, Chefarzt der Geriatrie im Zentrum für Ältere des LBK-Klinikum Nord, empfiehlt fünf goldene Regeln bei Hitze: „Während die meisten Menschen die Sommerwärme voll genießen, sollten ältere Mitbürger Vorsicht walten lassen. Sie sollten folgende fünf goldene Regeln beachten:
- Tragen Sie luftige Kleidung !
- Und halten Sie sich in kühlen Räumen auf !
- Vermeiden Sie ungewohnte körperliche Anstrengung !
- Gönnen Sie sich eine verlängerte Mittagspause, machen Sie Siesta !
- Trinken Sie mehr als sonst, "immer über den Durst", aber kein Alkohol !
Bei Hitze verbraucht man mehr Natrium, das Salz des Lebens, d. h. Sie sollten Natrium reiches Mineralwasser trinken, sich eine Extraprise Kochsalz gönnen, Bouillon-Suppe genießen oder Salzstangen essen. Der Flüssigkeitsbestand von Kindern beträgt 75% des Körpergewichts, der von Älteren nur noch 50%. Ältere Menschen reagieren daher empfindlicher auf Flüssigkeitsverlust z. B. durch Schwitzen. Bei großer Hitze geht mit dem Körperwasser immer auch das Natriumsalz mit verloren. Und zwar vor allem aus den Körperzellen einschließlich Nervengewebe. Diese trocknen dann regelrecht aus. Man wird dadurch müde und matt, die Reaktionsfähigkeit läßt nach, was u. a. im Straßenverkehr riskant ist. Im Extremfall kann es zu regelrechten Verwirrtheitszuständen kommen. Aber auch das Herzkreislaufsystem ist gefährdet durch ein Versacken des Blutes mit Blutdruckabfall und durch Eindicken des Blutes mit Thrombose und Embolie. Da im Alter auch das spontane Durstgefühl nachlässt, lautet eine der goldenen Regeln "Trinken Sie über den Durst". In Einrichtungen wie Heimen oder Krankenhäusern wird regelmäßig zum Trinken animiert und an Hand von Trinkplänen die Flüssigkeitsaufnahme auch kontrolliert. Ältere Autofahrer sollten ebenfalls ein Prinzip der Regelmäßigkeit pflegen, nämlich eine Pause zum Abkühlen und Trinken alle zwei Stunden einlegen. Dies ist umso wichtiger, da die fehlende Konvektion (Wärmeabgabe) im überhitzten Auto fatale Folgen für Reaktionsvermögen und Körperkreislauf hat.Was aber tun, wenn es zu Hitzschlag oder Kollaps gekommen ist? Verständigen Sie den Rettungsdienst, Leitstelle Tel. 112. Bringen Sie den Betroffenen an einen kühlen Ort, lockern Sie seine Kleidung, kühlen Sie mit feuchten Tüchern ab und reichen Sie Getränke, nicht zu kühl und nicht zu viel auf einmal. Im übrigen, halten Wärmeperioden mit Temperaturen bis 30° Celsius über eine Woche lang an, akklimatisiert sich der Körper in der Regel ganz gut. Für diese Phase der Zeit der Wetter-Erwärmung benötigt der Mensch aber vermehrt Wasser, Mineralien und Kochsalz.“ Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:PD Dr. med. Werner Hofmann, mobil-Tel: 0172 - 907 72 63Priv.-Doz. Dr. med. W. Hofmann Abt. für Med. Geriatrie Zentrum für Ältere Klinikum Nord Langenhorner Chaussee 560 22419 Hamburg Tel.: (040) 18 18 87 - 2314/2 Fax: (040) 18 18 87 - 2052 werner.hofmann@k-nord.lbk-hh.deSiegmar Eligehausen, Pressesprecher der LBK Hamburg GmbH, Tel: 040 / 18 18 84 - 20 08. |
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