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25. Januar 2005
 Neue Wege in der Krebstherapie
Internationaler Kongress tagt in HH-Harburg

Vom 28. bis zum 30. Januar findet im Hotel Lindtner in Harburg zum 13. Mal der NZW - Onkologisch-Pharmazeutische Fachkongress in Hamburg statt. Zu der hochkarätigen Veranstaltung werden rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Europa, den USA, Südamerika, Afrika und Asien erwartet. Sie werden sich drei Tage lang über neue und wichtige Behandlungsprinzipien und -formen in der Krebstherapie austauschen. Zu den fachlichen Schwerpunkten gehören die Arbeitssicherheit im Umgang mit den hochgiftigen Substanzen, die Rolle der Apotheker in der klinischen Forschung, die Bedeutung der Krankenhäuser im zukünftigen Gesundheitswesen, neue Therapieansätze in der Onkologie wie Pharmakogenomik (auf das Erbgut des Patienten abgestimmte Behandlung) und Chronoonkologie (auf zeitliche Abläufe abgestimmte Behandlung) sowie aktuelle pharmakoökonomische Aspekte in der Behandlung von Krebserkrankungen. Auch Themen wie Qualitätssicherung, Risikomanagement und Trauerbewältigung werden auf der Tagung behandelt.
 
Öffentliche Veranstaltung am Freitag
 
Am Freitag Nachmittag findet im Rahmen des Kongresses um 17.45 Uhr ein öffentlicher Vortrag zum Thema Krebsvorsorge statt:Dr. Christian Weymayr (44) ist Biologe arbeitet seit 1987 als Wissenschaftsjournalist mit dem Schwerpunkt Medizin und Gesundheit unter anderem für die Zeit und die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2003 erregte er Aufsehen mit seinem Buch „Mythos Krebsvorsorge, Schaden und Nutzen der Früherkennung“. Seit mehr als siebzig Jahren wird in Deutschland für die Krebsvorsorge geworben. Fachgesellschaften, Ärzte, Behörden, Unternehmen, Verbände, Versicherungen, Medien, Initiativen und auch Apotheker argumentieren dabei meist mit der griffigen und eingängigen  Formel: „Früh erkannt, geheilt”. Doch das wirkliche Leben halte sich nicht an diesen simplen Slogan, so Weymayr: „Für viele Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen ist ein Nutzen nicht belegt. Und selbst nachgewiesenermaßen nützliche Untersuchungen können mehr oder weniger gravierende Schäden mit sich bringen.“ Viele Tumoren wären nie zu einem Problem geworden, wenn man nicht nach ihnen gesucht hätte. Eine angemessene Beratung müsse daher Krebsvorsorge als medizinische Maßnahme darstellen, so Weymayr, deren Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen seien.
 
Der Eintritt zu diesem Vortrag ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie im Internet unter http://www.nzw.de
 
 
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