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Diskussion um Spartentarifvertrag HKG fordert ver.di zu konstruktiven Verhandlungen auf Die Hamburgische Krankenhausgesellschaft (HKG), Dachverband der Krankenhausträger in Hamburg, fordert die Gewerkschaft ver.di zu konstruktiven Verhandlungen mit den Krankenhäusern bezüglich des Abschlusses eines Spartentarifvertrages auf. Jürgen Abshoff, Geschäftsführer der HKG: "Auch ver.di muss die Realitäten im Krankenhaus anerkennen: Durch die jahrelange Budgetierung sind in Krankenhäuser allein im Personalbereich rund 15% unterfinanziert." Gleichzeitig verwehrt sich Abshoff dagegen, als Überbringer von schlechten Nachrichten für deren Verursacher gehalten zu werden: "Die Krankenhäuser haben größtes Interesse an einer angemessenen und leistungsgerechten Bezahlung ihrer Mitarbeiter. Und ich lasse mir von Herrn Rose auch nicht vorwerfen, die Krankenhäuser schlechtzureden." So kämpfe die HKG an vielen Fronten für eine ausreichende Finanzierung der Krankenhäuser, damit Arbeitsplätze erhalten und Beschäftigte angemessen vergütet werden könnten. "Fakt ist aber, dass den Krankenhäusern seit mehr als zehn Jahren nur minimale Steigerungsraten ihrer Budgets zugebilligt werden, die die Personalkostensteigerungen bei weitem nicht auffangen." Die Krankenhäuser eigneten sich nicht als Sündenböcke für die Folgen des überkommenen Budgetsystems. Abshoff bemängelte, dass sich ver.di erst dann rühre, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen sei: "Ich habe keine Demonstrationen gesehen, wenn in den letzten Jahren die Budgets der einzelnen Krankenhäuser oder auf Hamburger Ebene der Richtwert für die Hamburger Kliniken verhandelt wurden." Niemand fordere gerne engagierte und hochqualifizierte Mitarbeiter zum Verzicht auf. "Doch bleibt den Kliniken angesichts der weit auseinanderklaffenden Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben keine andere Wahl." Ausdrücklich betont Abshoff, dass der Abschluss eines Spartentarifvertrags Arbeitsplätze sichern solle. Es gehe nicht darum, Mitarbeiter zu demotivieren und zu verunsichern. Auch werde nicht mit Kündigungen gedroht. Gleichwohl könne aber an der immer schwieriger werdenden finanziellen Lage der Krankenhäuser nicht vorbeigesehen werden. Abshoff: "Wir wissen, dass den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Kliniken bereits heute viel abverlangt wird und die Arbeitsbelastung in den letzten Jahren weiter zugenommen hat. Umso schmerzlicher ist es, wenn jetzt auch noch zu Verzicht aufgerufen werden muss." Es gelte, im Rahmen eines Spartentarifsvertrages einen Weg zu finden, der den Kliniken finanziell Luft verschaffe, dadurch Arbeitsplätze sichere und die Motivation des Klinikpersonals erhalte. Abshoff: "Krankenhäuser und ver.di sollten diesen Weg gemeinsam gehen!" Die Mitgliederversammlung hat einstimmig eine 5-Punkte-Erklärung zur Tarifpolitik verabschiedet, die die folgenden Kernpunkte aufweist:Die Krankenhäuser befinden sich bundesweit in einer finanziell sehr schwierigen Situation und sind allein bei den Personalkosten rund 15% unterfinanziert. Krankenhäuser mit BAT-Bindung beklagen seit Jahren dessen regelungsüberfrachtete und wenig krankenhausgerechte Ausgestaltung, die eine moderne wirtschaftliche Unternehmensführung behindert. Die HKG begrüßt grundsätzlich den neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) als ersten Schritt in die richtige Richtung, der aus Sicht der Krankenhäuser aber nicht weit genug geht. Die HKG unterstützt ausdrücklich die Bemühungen der Krankenhäuser im Rahmen der AVH, in den anstehenden Tarifverhandlungen einen Spartentarifvertrag auszuhandeln. Die HKG sagt offen, dass der Abschluss eines Spartentarifvertrages für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch Verzicht bedeuten wird. Die Alternative bestünde aber angesichts der derzeit unzureichenden Finanzierung der Kliniken nur in einem Abbau von Arbeitsplätzen. Dieses wäre weder im Sinne der Beschäftigten noch der Patienten. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Jens O. Bonnet LBK Hamburg GmbH Pressestelle Tel. 040/1818-84 2008 Tel. 040/1818-84 2046 presse@lbk-hh.de |
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