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20. Juni 2005
  Hamburgs Krankenhäuser schlagen Alarm
Nur Spartentarifvertrag kann Arbeitsplätze sichern!

Hamburgs  Krankenhäuser  schlagen  Alarm: Die dramatische Unterfinanzierung der  Kliniken  und  krankenhausferne  Regelungen  im  Tarifrecht machen den Abschluss eines speziell für die Bedürfnisse der Kliniken maßgeschneiderten Spartentarifvertrages     zwingend     erforderlich.     Jürgen    Abshoff, Geschäftsführer   der  Hamburgischen  Krankenhausgesellschaft  (HKG):  "Die Krankenhäuser   brauchen  einen   Spartentarifvertrag,  um  dem  bestehenden Kostendruck  standhalten  zu  können.  Die  Wahrheit  ist, dass andernfalls Arbeitsplätze  abgebaut  werden  müssen."  Dies  wäre  weder  im  Sinne der Beschäftigten noch insbesondere der Patienten!
 
Die  Hamburger  Krankenhäuser  -  wie auch die Kliniken bundesweit - stehen finanziell  mit dem Rücken an der Wand. Schuld daran ist vor allem die seit 1993   bestehende   Deckelung  der  Budgets,  die  zu  einer  immer  weiter auseinanderklaffenden  Schere  zwischen  den  Einnahmen  und  Ausgaben  der Krankenhäuser  führt.  Nach  aktuellen  Berechnungen sind die Krankenhäuser durchschnittlich  allein bei den Personalkosten ? sie machen bis zu 70% der Ausgaben  in  den  Kliniken aus ? rund 15 Prozent unterfinanziert. Abshoff: "Kein   Unternehmen   kann  dauerhafte  Defizite  in  dieser  Größenordnung schultern.  Die  Einsparpotentiale  in  den  Kliniken  sind  bereits  lange ausgeschöpft;  auch  die  Rücklagen  sind  vielerorts aufgezehrt. In dieser Situation geht es meistens um Sein oder Nicht-Sein eines Krankenhauses."
 
Grundsätzlich  begrüßen  die  Hamburger Krankenhäuser die Verschlankung der Vergütungsgruppen  sowie  die  Elemente  leistungsorientierter Bezahlung im neuen  Tarifvertrag  für  den öffentlichen Dienst (TVöD), der am 1. Oktober 2005  in  Kraft treten soll. Aus Sicht der Krankenhäuser geht der TVöD aber nicht  weit  genug:  So  würde etwa die vereinbarte Tariferhöhung binnen 36 Monaten für Berufseinsteiger die Personalkosten weiter in die Höhe treiben. "Das  können die Krankenhäuser  nicht akzeptieren, die naturgemäß eine hohe Fluktuation  von  Mitarbeitern  haben"  so  Abshoff.  Die  Folge wäre, dass Berufseinsteiger im Krankenhaus kaum noch eingestellt werden könnten.
 
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