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19. Oktober 2005
 Gesprächsangebot zur Versachlichung:
Tarifverhandlungen können beginnen

Mit Zustimmung hat die Geschäftsführung der LBK Hamburg GmbH und der Vorstand des Krankenhaus-Arbeitgeberverbandes Hamburg (KAH) zur Kenntnis genommen, dass ver.di die Aufnahme von Tarifverhandlungen angeboten hat.
 
Mit Schreiben vom 17.10.05 hat die Arbeitgeberseite dieses Gesprächsangebot angenommen und bietet dabei ausdrücklich an, den TVöD als Diskussionsgrundlage für die Gespräche zu nehmen.Rechtsanwalt Dr. Dieter Brenneis, designierter Verhandlungsführer der LBK Hamburg GmbH und des Krankenhaus Arbeitgeberverbandes Hamburg: „Ich bin sicher, dass die zügige Aufnahme von Gesprächen auf beiden Seiten ein Gebot der Vernunft ist.“
 
Eine Versachlichung ist schon deshalb notwendig, weil diverse Fehlinformationen zu einer Verunsicherung der Mitarbeiter geführt haben. Aussagen wie die angeblich vorgesehene Vergütungsabsenkung um 700,00 € beim Krankenpflegepersonal, die Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld bei gleichzeitiger Erhöhung der Ärztebezüge um 30% sind ebenso falsch wie die Meldungen über eine geforderte Erhöhung der Arbeitszeit von 42 auf 48 Stunden ohne Lohnausgleich.
 
Die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser zwingt dazu, Vergütungen differenziert und mit Augenmaß zu vereinbaren. Diese Sacharbeit fernab einer emotional gesteuerten, öffentlichen Auseinandersetzung können letztlich aber nur die dafür berufenen Fachleute in einer Tarifkommission aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern leisten. Mit dem Verhandlungsangebot entsteht erstmals wieder die Möglichkeit, miteinander anstatt übereinander zu sprechen. Ein Spiel mit den Ängsten der Mitarbeiter nützt  niemandem in einer für alle Beteiligten schwierigen Situation.  Der Arbeitgeberseite ist genauso wie ver.di daran gelegen, die Arbeitsplätze im LBK so sicher wie möglich zu gestalten. Dabei sind  Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkte sowohl auf Arbeitnehmer- als auch auf Arbeitgeberseite angemessen zu berücksichtigen.
 
 
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