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Mehr Sicherheit bei der Arzneimittelversorgung: 10 Jahre Patientenorientierte Arzneimittelversorgung im LBK Hamburg Vor zehn Jahren begann im AK Harburg des LBK Hamburg eine Erfolgsgeschichte, die die Medikamentenversorgung von Krankenhauspatienten sicherer, transparenter und wirtschaftlicher gemacht hat: Die Patientenorientierte Arzneimittelversorgung (PAV) hat sich inzwischen nicht nur in den Kliniken des LBK Hamburg durchgesetzt, sondern auch in einer Reihe weiterer Krankenhäuser im ganzen Bundesgebiet. PAV geht in den LBK-Kliniken weit über die maschinelle Unit-Dose-Versorgung hinaus und umfasst die pharmazeutische Betreuung der Patientinnen und Patienten vor Ort auf den Stationen ebenso wie Maßnahmen zur Vermeidung von Medikationsfehlern. Bei der Versorgung der Patienten im Unit-Dose-System liefert die Apotheke aufgrund individueller und tagesaktueller Anforderungen für jeden Patienten die notwendigen Arzneimittel. Dabei werden für jeden Patienten die Arzneimittel anhand der im EDV-System gespeicherten Daten von einem Roboter einzeln (Unit-Dose) individuell verpackt, gekennzeichnet und nach Einnahmezeiten sortiert an die Station geliefert. Die Blisterpackung ist beschriftet mit dem Patientennamen, dem enthaltenen Arzneimittel sowie Angaben zum Einnahmetag und -zeitpunkt. Damit wird ein Höchstmaß an Sicherheit für die Patienten geschaffen. Jedes Arzneimittel bleibt bis zum Zeitpunkt seiner Einnahme aufgrund der eindeutigen Kennzeichnung jederzeit zweifelsfrei identifizierbar und der Patient erhält seine Arzneimittel einzeln hygienisch verpackt. LBK-Vorstandssprecher Prof. Heinz Lohmann: „PAV ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man in Krankenhäusern modern und zukunftsträchtig arbeiten kann, indem der Apotheker und seine fachliche Expertise in der medizinischen Leistung genutzt wird und seinen Haupttätigkeitsschwerpunkt nicht mehr in der Logistik hat. Dass dieses Projekt im LBK Hamburg im praktischen Betrieb bereits 1995 gestartet wurde beweist, wie innovativ und zukunftsträchtig im Unternehmen auch im Bereich der Arzneimittelversorgung gearbeitet wird.“ In den vergangenen Jahren wurde das innovative Konzept der Arzneimittelversorgung kontinuierlich weiterentwickelt und findet auch über die Landesgrenzen hinaus Beachtung. Bei der Patientenorientierten Arzneimittelversorgung wird die Arzneimitteltherapie durch den Apotheker auf Station optimiert und mit der Arzneimittellieferung im Unit-Dose-System für jeden Patienten kombiniert. Damit übernehmen die Apotheker des Servicecenters Aponova die Verantwortung für das Medikamentenmanagement der Patienten von der Aufnahme bis zur Entlassung und gegebenenfalls der anschließenden Versorgung im niedergelassenen Bereich. Die Integration der klinisch pharmazeutischen Kompetenz des Apothekers in das Behandlungsteam und in den Behandlungsablauf des Patienten stellt die effiziente Nutzung dieser einmaligen Strukturen sicher. Darüber hinaus gewinnt die EDV-Unterstützung der Abläufe immer mehr an Bedeutung. Die Integration der Medikationsdokumentation in die elektronische Patientenakte sowie die direkte elektronische Verordnungsmöglichkeit für den Arzt im Rahmen der digitalen Visite sind aktuelle anstehende Ergänzungen des PAV-Systems. Zum 10-Jährigen Jubiläum finden heute im Medienzentrum des AK Harburg (Haus 6, 2.OG) ein Workshop zum Thema PAV (14-18.45 Uhr) und ein Jubiläumsfestakt (19.00 Uhr) statt. Interessierte Journalisten sind natürlich bei beiden Veranstaltungen herzlich willkommen. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Jens O. Bonnet LBK Hamburg GmbH Pressestelle Tel. 040/1818-84 2008 Tel. 040/1818-84 2046 presse@lbk-hh.de |
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