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17. Oktober 2005
 KAH verabschiedet Verbandsrichtlinie und fordert zu Tarifgesprächen auf
Der Vorstand der KAH hat am heutigen Tage die zwischen den Mitgliedern abgestimmte neue Vergütungsrichtlinie erlassen. Wesentliche Merkmale dieser neuen Vergütungsstruktur sind eine stärkere Leistungsorientierung und Flexibilisierung. Die neue Richtlinie fordert allerdings auch von den Beschäftigten einen Beitrag zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Krankenhäuser. Kernelemente sind hierbei:
 
Umwandlung von Sonderzuwendungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld in individuelle und unternehmensbezogene Leistungskomponenten
Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 42h pro Woche
Umfassende Jahresarbeitszeitkonten
Individuelle Erschwernis- und Funktionszulagen
Höherer Nachtzuschlag
Tätigkeits- und leistungsbezogene Vergütung
 
Die neue Verbandsrichtlinie stellt eine deutliche Vereinfachung und Flexibilisierung des Vergütungssystems dar. Nach den Berechnungen können Krankenschwestern und Ärzte  genauso viel verdienen wie im BAT bzw. TVöD. Leistungsträger haben die Möglichkeit, sogar bis zu 10% mehr zu verdienen als bisher.
Mit der Verabschiedung der neuen Verbandsrichtlinie hat der KAH zeitgleich die Gewerkschaften informiert und zu Tarifgesprächen aufgefordert. Der Marburger Bund und der Deutsche Beamtenbund haben bereits die Aufnahme von Verhandlungen mit dem KAH erklärt. Von ver.di wird dies ebenfalls erwartet. Der KAH strebt einen zeitnahen Abschluss eines Tarifvertrages an, um den Beschäftigten für die Zukunft Sicherheit zu geben.
 
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