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06. April 2005
 AK Harburg testet elektronisch gestützte Patientenarmbänder
Kürzere Wartezeit, mehr Sicherheit

Das AK Harburg hat heute ein wichtiges Pilotprojekt gestartet, das den Patienten in ihrer Behandlung mehr Sicherheit und kürzere Wartezeiten bringen soll. Bei der Aufnahme in das Krankenhaus erhalten die Patienten das Angebot, ein elektronisch gestütztes Armband anzulegen. Aus einem Strichcode geht die Patientenfallnummer hervor; gleichzeitig wird der Name und das Geburtsdatum des Patienten auf das Armband aufgedruckt. „So wissen Ärzte und Pflegepersonal noch schneller, mit wem sie es zu tun haben“, sagt AKH-Pflegedirektorin Christa Meyer. „Jeder hat schon einmal in der Zeitung von den Folgen gelesen, die eine Verwechslung im Krankenhaus haben kann. Dieses minimale Restrisiko wollen wir mit den Patientenarmbändern ausschließen. Wir folgen damit positiven internationalen Erfahrungen und jüngsten Erkenntnissen im Qualitätsmanagement großer Kliniken. Das AK Harburg zeigt sich mit dieser Innovation erneut als zukunftsweisendes Krankenhaus.“
 
Der medizinische Fortschritte und die Notwendigkeiten des Gesundheitswesens haben dazu geführt, dass sich die Verweildauer im Krankenhaus immer mehr verkürzt. Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung werden immer mehr ältere Patientinnen und Patienten behandelt, die besonders hilfsbedürftig sind. Behandlung und Medikamentierung müssen so organisiert sein, dass es in keinem einzigen Fall zu einem Irrtum kommt. Durch die Automatisierung der Patientenidentifikation wird die Fürsorgepflicht gegenüber jedem einzelnen Patienten optimiert. Das System für die Patientenarmbänder und die benötigte Software sowie die später benötigten Barcodehandyterminals (BHT´s) werden von der PATRISE GmbH geliefert.
 
In einer sechswöchigen Pilotphase wird jedem Patienten bei der ambulanten und stationären Krankenhausaufnahme ein Patientenarmband angeboten. Voraussetzung für die lückenlose Identifikation ist, dass der Patient über den gesamten Krankenhausaufenthalt das Armband am Handgelenk trägt. Die Beteiligung der Patienten ist freiwillig. Selbstverständlich werden alle Bestimmungen des Datenschutzes eingehalten. Das AK Harburg wird in der Pilotphase eine Befragung über die Zufriedenheit mit den Patientenarmbändern durchführen.
 
 
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