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22. Februar 2006
 Die Frührehabilitation macht mobil:
 
Audi stiftet behindertengerechtes Fahrzeug
Mobilität ist gerade auch für Patienten nach schweren Erkrankungen oder Eingriffen ein wichtiger Bestandteil der Lebensqualität. Die Frührehabilitation hilft schwer betroffenen Patienten noch während der Akutbehandlung, das Ausmaß ihrer Behinderung so gering wie möglich zu halten. Dazu gehört natürlich auch, ihnen - soweit möglich - das Steuern eines Autos wieder zu ermöglichen. Eine Vielzahl von raffinierten Ein- und Umbauten versetzt auch Menschen mit Behinderungen in die Lage, ein Fahrzeug zu führen.
Doch nicht nur das Fahren mit einem so umgebauten Fahrzeug muss trainiert werden: Schon das Umsteigen aus dem Rollstuhl ins Auto und das Aussteigen stellt die Betroffenen vor neue Herausforderungen. Um diese grundlegenden Übungen frühzeitig zu unterstützen, hat die Firma Audi der Abteilung für Fachübergreifende Frührehabilitation und Physikalische Medizin der Asklepios Klinik St. Georg heute ein behindertengerecht umgebautes Fahrzeug zu Übungszwecken gestiftet. Der 125 PS starke, jeansblaue Audi A4 in US-Ausführung ist mit einem Handbediengerät für Gas und Bremse sowie einem Lenkraddrehknauf ausgerüstet. Die Umbauten ermöglichen auch Menschen, die ihre Beine nicht bewegen können, selbständig ein Auto zu steuern.
 
Dr. Jean-Jaques Glaesener, Leitender Arzt der Abteilung für Fachübergreifende Frührehabilitation, bedankte sich bei Volker Fritz, Geschäftführer Audi-Zentrum Hamburg, und Dietmar K. Elsasser, Gesamtvertriebsleiter Audi Region Nord, für das gespendete Fahrzeug: „Ihre äußerst großzügige Spende erlaubt es uns, erste Trainingseinheiten zum Transfer vom Rollstuhl in den PKW und vom PKW zurück in den Rollstuhl zu üben.“ Es gebe heute unzählige Möglichkeiten des PKW-Umbaus, betonte Glaesener: „Zahlreiche Automechaniker und Hobbymechaniker haben nicht nur einen erstaunlichen Erfindungsgeist an den Tag gelegt sondern auch die Durchhaltekraft aufgebracht, Firmen von ihrer Erfindung zu überzeugen oder diese selber zu vermarkten.“
 
„Wir werden den Wagen täglich nutzen, das Üben des Transfers in unsere Therapie mit einbeziehen“, versprach Glaesener den Spendern und den Patienten. Darüber hinaus werde die Abteilung versuchen, die Türen für behinderte Menschen zu öffnen, die eine spezifische Beratung in Bezug auf Umbauten ihres PKW oder das Erlangen der Fahrerlaubnis wünschen.
 
 
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