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15. März 2006
 KAH: Keine Streiks an Hamburger Krankenhäusern
Während der Marburger Bund bundesweit die Signalstellung in Richtung unbefristeter Streiks an Universitätsklinika und Landeskrankenhäusern gesetzt hat, verhandelt in Hamburg der KAH mit dem Marburger Bund über die zukünftige Tarifstruktur der Ärztinnen und Ärzte. Tarifrechtlich gilt damit die Friedenspflicht, so dass die angeschlossenen Krankenhäuser in Hamburg von den geplanten Streikmaßnahmen nicht betroffen sein werden. Oliver Füllgraf, Geschäftsführer des KAH: „Wir sind zuversichtlich, dass die in konstruktiver Atmosphäre verlaufenden Verhandlungen mit dem Marburger Bund spätestens im Sommer erfolgreich abgeschlossen werden können.“
  Insgesamt können die Patienten beruhigt alle Mitgliedshäuser des KAH aufsuchen. Eine Beeinträchtigung Ihrer Versorgung ist auch nicht durch Streikmaßnahmen von ver.di zu erwarten. Mit der Dienstleistungsgewerkschaft hat der KAH unter der Verhandlungsführung von Dr. Dieter Brenneis (Asklepios Kliniken) eine schriftliche Vereinbarung getroffen, dass bis Ende September auf Streiks verzichtet wird. „Wir haben dafür Zugeständnisse gemacht: die Mitgliedshäuser des KAH verzichten als Gegenleistung auf betriebsbedingte Kündigungen und wenden den an den BAT angelehnten Tarifvertrag mit Ausnahme der Arbeitszeitregelung übergangsweise an. Auch wenn hier eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden möglich ist, hat dieser Kompromiss entscheidend zur Entschärfung der tarifpolitischen Auseinandersetzung an Hamburgs Krankenhäusern beigetragen“, so Brenneis. Für die weiteren Gespräche geht der KAH davon aus, dass ein für beide Seiten tragbares Ergebnis erzielt werden kann.
 
 
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