Im Frühjahr 1866 wurde das speziell als Klinik für nervenkranke Patientinnen und Patienten errichtete Krankenhaus als Königliche Landesirrenanstalt zu Göttingen in Betrieb genommen. Es diente zum einen zur Versorgung der Patientinnen und Patienten aus der Region wie auch zum anderen als Universitätsklinik mit dem Auftrag der Lehre für angehende Ärzte im Fachgebiet der Nervenheilkunde. 1954 wurden die Universitätsklinik und das heutige Landeskrankenhaus getrennt.
Das Gebäude wurde nach modernsten Erkenntnissen konzipiert und großzügig ausgestattet.
Der erste Direktor der Klinik, Professor Dr. Ludwig Meyer, war ein Verfechter einer freiheitlich ausgerichteten Psychiatrie. Er konnte verhindern, dass Gitter vor den Fenstern angebracht und dass Zwangsjacken angeschafft wurden. Ludwig Meyer leitete die Klinik bis zum Jahre 1900.
Eine schwere Zeit hatte die Psychiatrie in Deutschland und damit auch in Göttingen unter der nationalsozialistischen Herrschaft vor allem wegen der damaligen "Euthanasie"-Maßnahmen durchzustehen.
Nach dem zweiten Weltkrieg besserte sich die Situation für die Psychiatrie zunächst nur allmählich. In den letzten 25 Jahren kam es dann aber doch zu gravierenden Fortschritten der personellen und baulichen Ausstattung. Dies ermöglichte uns, spezifische Therapiekonzepte für die Patientinnen und Patienten anzubieten - stationär, tagesklinisch und ambulant.
Heute kann sich das Krankenhaus als das psychiatrisch-psychotherapeutische Kompetenzzentrum für die Region Südniedersachsen präsentieren, welches bei hoher Behandlungsqualität und Akzeptanz jährlich steigende Fallzahlen zu verzeichnen hat.
Insgesamt blickt das Krankenhaus auf eine 140jährige, manchmal wechselvolle, in den letzten Jahrzehnten aber wieder erfolgreiche Geschichte zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten zurück.
Detailliertere Informationen finden Sie unter dem Punkt "Baugeschichte des Krankenhauses".
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