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Seit 1994 wird auf der Station 12.2 eine qualifizierte Entgiftungsbehandlung für Abhängige von illegalen Drogen angeboten. Bundesweit gibt es schätzungsweise 300.000 Drogenabhängige. Auf der Station 12.2 werden 300 Patientinnen und Patienten jährlich behandelt. Das durchschnittliche Alter der Patienten beträgt 27 Jahre, dabei sind 2/3 Männer und 1/3 Frauen. Die stationäre Verweildauer beträgt ca. 17 Tage. Ein Fünftel der Patienten konnte während der Behandlung auf der Station 12.2 zu einer längerfristigen Entwöhnungsbehandlung motiviert werden und nach ihrer Entgiftung in eine Langzeittherapie-Einrichtung - überwiegend im niedersächsischen Raum - vermittelt werden. Knapp 20% der Patienten werden aufgrund psychiatrischer Zusatzerkrankungen hausintern psychotherapeutisch oder sozialpsychiatrisch weiterbehandelt. Der überwiegende Teil der Patienten ist von mehreren Substanzen wie Alkohol, Benzodiazepine, Kokain, Heroin und Cannabinoide abhängig. Bei einem Drittel der Patienten werden diese Substanzen im Rahmen einer Beikonsum-Entgiftung entzogen. Die Patienten werden nach der stationären Behandlung in ein Substitutionsprogramm entlassen, bei niedergelassenen Ärzten mit Drogenersatzstoffen substituiert und in einer Drogenberatungsstelle psychosozial begleitet. Viele substituierte Patienten können mit einer neuen Lebensperspektive in "Betreute Wohnprojekte" entlassen werden. Ein differenziertes Drogenhelfersystem, sowohl als ambulantes als auch stationäres Angebot, wirkt sich vorteilhaft auf die Anbindung - auch schwerst - drogenabhängiger Patienten aus. Es können spezifische und individuelle Weiterbehandlungsperspektiven mit den Patienten erarbeitet werden, so dass langfristig auch Patienten mit schweren Suchterkrankungen durch differenzierte Behandlungsangebote sozial und beruflich integriert werden können. |