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"Das grundsätzliche Kennzeichen (der Schizophrenien), das freilich nicht in jedem Stadium nachweisbar ist, liegt darin, dass das Gesunde dem Schizophrenen erhalten bleibt". (Eugen Bleuler 1916) Die psychotische Erkrankung wird verstanden als offener Lebens- und Lernprozess eines Individuums unter dem Einfluss einer Vielzahl von günstigen und ungünstigen konstitutionellen, biologischen und psychosozialen Variablen. Die Fähigkeit des erkrankten Menschen, komplexe affektiv-kognitive Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten, ist beeinträchtigt. Im Mittelpunkt dieses Behandlungskonzeptes steht die Vulnerabilitäts- und Informationsverarbeitungsstörungshypothese von Ciompi (1986) und die Theorie der unspezifischen Basisstörungen von Huber/Süllwold/Gross (1987). Die sozialtherapeutische Behandlung im Rahmen der Krankenhausbehandlung wird als integratives supportives Handlungskonzept verstanden, das medizinische, sozial-arbeiterische, sozialpädagogische, pflegerische, psychologische wirksame Interventionen miteinander verbindet. In der alltagsorientierenden rehabilitativen Behandlung werden mit dem erkrankten Menschen gemeinsam Strategien zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in den Bereichen: "Wohnen", "Beschäftigung/Arbeit", "Freizeitgestaltung" und "soziale Kompetenz" erarbeitet. Hierzu wird ein Behandlungsplan zusammengestellt, der den Bedürfnissen des Erkrankten und der sozialen Realität weitgehend entspricht. "Das Wesentliche im Krankheitsbild ist das Auseinanderfallen von Zusammenhängen im psychischen Leben, ist die Dissoziation, die Gespaltenheit im Denken, Empfinden, Wollen, Verhalten und Handeln des Kranken. Sie stört die gesunde Beziehung zu anderen Menschen und zur ganzen Umwelt. Das untergeordnete, zwiespältige psychodynamische Leben bedingt notwendigerweise den Autismus, das Vorbeschäftigt-sein mit sich selbst in Distanz zu anderen Menschen, wie umgekehrt der Rückzug auf das eigene Innenleben der Bedeutung innerer Zwiespältigkeit übergroßen Einfluss ermöglicht." (Manfred Bleuler 1987) |