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Die Station 9 befindet sich im Gebäude Tonkuhlenweg abseits vom Hauptgebäude der Fachklinik und bietet die Behandlung für 18 Patientinnen in modern eingerichteten Zimmern, überwiegend als Einzelzimmer. Mehrere Aufenthaltsräume, Sonnenterrasse, Räume zur Entspannung und kreativen Entfaltung, Fernsehzimmer, Speiseraum und eine Küche werden gemeinsam genutzt. Die Behandlung auf der Station 9 wird durch ein multiprofessionelles Team durchgeführt und bietet seit mehr als 10 Jahren ein spezialisiertes Behandlungsangebot. Die Station 9 bietet stationäre Diagnostik und Behandlung für Patientinnen an, die als Kind, Jugendliche oder Erwachsene traumatische Lebensereignisse wie Misshandlung, sexualisierte Gewalt, lebensbedrohliche Erkrankungen oder ähnliches durchlebt haben und diese Erfahrungen noch nicht verarbeiten konnten. Daraus resultieren nicht selten komplexe posttraumatische Belastunsstörungen, die anderen Störungsbildern der Psychiatrie ähneln können. Besonders häufig sind die Borderline-Persönlichkeitsstörung, unterschiedliche Depressionsformen und dissoziative Störungen. Traumatisierende Einzelereignisse überlasten unsere Fähigkeit, Stress zu bewältigen und zu verarbeiten. Solche Ereignisse, in denen wir uns völlig hilflos in Lebensgefahr fühlen, prägen sich uns besonders ein. Schon bei kleinen Auslösereizen können sich dann Zustände als Intrusionen aufdrängen, die das Ereignis wieder beleben. Wir Menschen sind dann bei kleinen Auslösern unter Hochstress wie in Lebensgefahr, obwohl die Situation oft harmlos ist. Unser Stresssystem reagiert zu heftig (Hyperarousal). Solche Zustände versuchen wir zu vermeiden (Vermeidungsverhalten). Manchmal schalten wir innerlich auch ab, spüren unseren Körper kaum noch oder nur über Symptome (Depersonalisation, Depression, Somatisierungsstörungen). Zustände von Übererregung mit gleichzeitiger Depersonalisation des Körpers sind vielen Menschen unerträglich. Das führt nicht selten zu selbstverletzendem Verhalten. Therapieangebote Die sogenannten posttraumatischen Belastungsstörungen werden durch gezielte Traumaarbeit in Intervalltherapie von mehrmals 6 Wochen behandelt (s. neben stehenden Link zum "Behandlungskonzept"). Die Stabilisierung erfolgt durch Körpertherapie, Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT), Arbeit mit dem Inneren Kind. Die Traumaexpositions-Behandlung erfolgt mit einer modifizierten Form des EMDR. Unterstützt werden die Einzeltherapie und Stabilisierung durch Qi Gong, Feldenkrais, psychoedukativen Unterricht, Aromatherapie und Imaginationsübungen. Patientinnen aus der Region können tagesklinisch behandelt werden. Kontaktadresse: Dienstzimmer: Tel. 0551 / 402 - 1090 Ansprechpartner: Ärztlicher Leiter der Station 9 Hr. Prof. Dr. Ulrich Sachsse Tel. 0551 / 402 - 1092 ::E-Mail Ärztliche Leitung Dr. Sabine Schinschke Tel. 0551 / 402 - 1092 ::E-Mail Leitende Stationspflegekraft Fr. Anja Maria Reichel Tel. 0551 / 402 - 1090 ::E-Mail
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