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Asklepios - Globale Indikationen |
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| Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen |
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| Überblick |
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Hormone überwachen als chemische Botenstoffe die Arbeit von Drüsen und anderen Organen. Dazu zählen Fortpflanzung, Wachstum, Stoffwechsel und die Reaktion des Organismus auf Stress. Hormone werden selbst durch ein kompliziertes Rückkoppelungssystem gesteuert, das wie ein Thermostat bei der Zentralheizung funktioniert. Einige Hormone werden übergeordnet von der Hirnanhangsdrüse und einem Bereich des Zwischenhirns aus gesteuert.
Erkrankungen des Hormonsystems gehen häufig mit einer Überfunktion oder Unterfunktion von Drüsen einher. Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen lassen sich einteilen in:
- Schilddrüsenerkrankungen
- Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
- Stoffwechselerkrankungen, vor allem des Fettstoffwechsels, z.B. erhöhte Cholesterinspiegel, Übergewicht
- Erkrankungen der Nebenschilddrüse und des Kalziumstoffwechsels, z.B. Osteoporose
- Erkrankungen der Keimdrüsen und Zyklusstörungen
- Nebennierenerkrankungen, z.B. Cushing-Syndrom
- Erkrankungen der Hirnanhangsdrüse, z.B. Prolaktinom, Akromegalie
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| Wie entstehen Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen? |
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Je nach Erkrankung spielen verschieden Faktoren eine Rolle:
- Veranlagung: z.B. bei Typ-2-Diabetes
- Vererbung: z.B. bei einer seltenen Tumorerkrankung, die mehrere Drüsen betrifft
- fehlgeleitetes Immunsystem: so zerstören z.B. Immunzellen körpereigene Bauchspeichel- oder Schilddrüsenzellen bei Typ-1-Diabetes oder einer Form der Schilddrüsenunterfunktion.
- äußere Faktoren: z.B. führt Jodmangel zu Schilddrüsenvergrößerung und Schilddrüsenknoten.
- molekulare Faktoren: genetische Veränderungen (Mutationen) oder andere Änderungen des Wachstumsverhaltens von Zellen lassen Tumore entstehen, die zu einer vermehrte Bildung und Ausschüttung von Hormonen führen.
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| Welche typischen Symptome treten auf? |
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Bei vielen Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen kommen Beschwerden an unterschiedlichsten Organsystemen vor, einschließlich der Psyche.
Wichtige Symptome bei Erkrankungen der/des ...
- Schilddrüse: Schilddrüsenvergrößerung; schneller Puls, Nervosität, Gewichtsabnahme, Durchfall oder langsamer Puls, Gewichtszunahme, Müdigkeit
- Diabetes mellitus: Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsverlust, Müdigkeit
- Fettstoffwechsel: Durchblutungsstörungen von Herz, Gehirn oder Beinen
- Nebenschilddrüse und Kalziumstoffwechsels: Knochenschmerzen, erhöhte Bruchanfälligkeit
- Keimdrüsen: Zyklusstörungen, Impotenz
- Nebennieren: Bluthochdruck, Muskelschwäche, Gewichtsveränderung
- Hirnanhangsdrüse: Zyklusstörungen, Impotenz, Sehstörungen, verändertes Aussehen
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| Wie werden diese Erkrankungen festgestellt? |
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Wie werden Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen erkannt? Im Vordergrund steht die Schilderung der Beschwerden und eine genaue körperliche Untersuchung durch den Arzt. Manche Hormonerkrankungen erlauben dem Arzt eine Diagnose auf den ersten Blick.
Wichtige Untersuchungsverfahren:
Blut- und Hormonuntersuchungen sind von zentraler Bedeutung. So werden Schilddrüsenerkrankungen und Diabetes mit einer einfachen Blutentnahme diagnostiziert und zugeordnet. Bei anderen Hormonerkrankungen sind aufwendigere Blutuntersuchungen notwendig.
Bildgebende Verfahren: Röntgenuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen, Computertomographie und Kernspintomographie dienen insbesondere dazu, den Ursprung einer vermehrten Hormonbildung festzustellen, z.B. einen (meist gutartigen) Tumor. |
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| Wie werden solche Erkrankungen behandelt? |
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Medikamente
Besteht ein Mangel an Hormonen, kann dieser mit Hormonen ausgeglichen werden, die mit den körpereigenen Hormonen identisch sind; so z.B. bei Diabetes (Insulin), Schilddrüsenunterfunktion (L-Thyroxin), bei einem Mangel an Geschlechtshormonen (Östrogene, Gestagene, Testosteron). Liegt ein Hormonüberschuss vor, kann - zumindest zeitweise - die Bildung und Ausschüttung von Hormonen bei einigen Erkrankungen eingedämmt werden, z.B. bei Schilddrüsenüberfunktion.
Operationen
Tumore, die zuviel Hormone bilden, werden in der Regel operativ entfernt, z.B. Tumore der Hirnanhangsdrüse, der Nebenschilddrüse und der Nebenniere. Allerdings sind diese Tumore nicht selten sehr klein und daher schwer zu finden. Ebenfalls operiert werden u.a. stark vergrößerte Schilddrüsen und Schilddrüsenkrebs.
Bestrahlung
Bei Überfunktion der Schilddrüse kann eine Form der Bestrahlung durchgeführt werden, bei der sich radioaktives Jod in der Schilddrüse anreichert. Bestrahlung kommt auch für Tumore der Hirnanhangsdrüse in Betracht, die sich nicht operieren lassen oder zu Rückfällen neigen. |
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| Was Sie tun können |
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Noch immer werden einige Stoffwechsel- und Hormonerkrankungenn zu selten erkannt und nicht konsequent genug behandelt. Doch sind längst nicht so viele Erscheinungen des Alltags und des Alters auf behandelbare "Hormonstörungen" zurückzuführen, wie häufig angenommen. Lassen Sie sich deshalb nach anerkannten Verfahren untersuchen und behandeln.
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