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Die Art der Behandlung hängt vom einzelnen Patienten und dem Ausmaß der Wirbelsäulenverkrümmung ab. Sie soll vermeiden, dass sich die Wirbelsäule weiter krümmt, dadurch Folgeschäden entstehen und eine Operation notwendig wird. Im Wachstumsalter soll die Krümmung der Wirbelsäule verbessert werden.
Krankengymnastik
Krankengymnastik begleitet alle Formen der Skoliosebehandlung. Ab einer Verkrümmung um 10 Grad nach Cobb sollte z.B. mit der "dreidimensionalen Skoliosetherapie nach Katharina Schroth" begonnen werden. Bei dieser Methode werden gedachte, gegeneinander verschobene und verdrehte Rumpfblöcke wieder entdreht und korrigiert. Konzipiert als "Hilfe zur Selbsthilfe", werden Betroffene gezielt geschult, um das Übungsprogramm zuhause selbstständig durchführen zu können. Weitere krankengymnastische Methoden sind u.a. Vojta, Osteopathie, manuelle Therapie.
Korsettbehandlung
Bei stärker ausgeprägter Skoliose ist zusätzlich zur Krankengymnastik das Tragen eines Korsetts erforderlich. Es muss von einem erfahrenen Orthopädiemechanikermeister angefertigt und zusammen mit einem spezialisierten Orthopäden angepasst werden.
Operation
Weicht die Wirbelsäule noch stärker zu Seite ab (ab etwa 45 Grad nach Cobb) und befindet sich der Patient gegen Ende des Wachstums, wird in der Regel operiert. Es stehen zahlreiche Operationsverfahren zur Verfügung, die eine Korrektur und knöcherne Versteifung der verkrümmten Wirbelsäule zum Ziel haben. Dazu wird die Wirbelsäule mit verschiedenen Metallimplantaten stabilisiert.
Eine intensive Betreuung des Skoliosepatienten beinhaltet u.a. auch:
- psychologische Betreuung
- Einüben von Entspannungstechniken, Akupunktur
- Atemtherapie
- Fango, Massage, Elektrotherapie, Chirotherapie, Wassertherapie
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