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Asklepios - Globale Indikationen |
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| Hüftgelenksarthrose |
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| Überblick |
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Das Hüftgelenk ist ein sehr stabiles Gelenk. Es ist gut belastbar und aufgrund seiner Konstruktion auch gut beweglich. Ein Verschleiß des Hüftgelenks (Coxarthrose) ist nicht nur schmerzhaft, sondern beeinträchtigt im fortgeschrittenen Stadium dessen Beweglichkeit und schränkt so die Lebensqualität des Betroffenen ein.
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 Röntgenbild nach Hüftgelenksersatz
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| Wie entsteht eine Hüftgelenksarthrose? |
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Bei etwa einem Viertel der Patienten ist die Ursache der Arthrose unbekannt. Meist entwickelt sich die Arthrose jedoch aus nicht vollständig ausgeheilten Erkrankungen des Hüftgelenks, wie z.B.
- angeborenen Fehlstellungen, z.B. X- oder O-Beine, Wirbelsäulenverkrümmung
- rheumatischen und bakteriellen Gelenkentzündungen
- Stoffwechselstörungen mit mangelhafter Ernährung des Knorpels, z.B. bei Diabetes
- Verletzungen des Hüftgelenks
Übergewicht und eine Über- oder Fehlbelastung des Hüftgelenks begünstigen die Entstehung der Hüfgelenksarthrose. Obwohl sie meist erst im höheren Erwachsenenalter in Erscheinung tritt, ist sie kein reines Altersleiden. Wie man heute weiß, beginnt bei mehr als der Hälfte aller Menschen eine Abnutzung der Gelenke bereits ab dem 35. Lebensjahr. Gelegentlich lassen sich Veränderungen sogar bis in die frühe Kindheit verfolgen. |
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| Welche Beschwerden verursacht die Hüftgelenksarthrose? |
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Typisch sind:
- Schmerzen in der Hüfte bei größeren Anstrengungen, vor allem im Bereich der Leiste und des Gesäßes mit Ausstrahlung in Oberschenkel bis zum Knie
- Anlauf- und Belastungsschmerz, Kreuzschmerzen
- Abnahme der Gehleistung und der Beweglichkeit des Gelenkes
- Leichtes "Hinken" auf der betroffenen Seite
Im fortgeschrittenen Stadium zeigen sich:
- dauerhafte Schmerzen, so dass die Patienten häufig zu einer Gehilfe greifen müssen; zunehmende Schmerzen, bis hin zu Schmerzen in Ruhe
- Probleme beim Anziehen von Schuhen oder Strümpfen; Sport ist nicht mehr möglich
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| Wie wird eine Hüftgelenksarthrose diagnostiziert? |
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Zunächst befragt der Orthopäde den Patienten, z.B. nach Schmerzen, früheren Hüftgelenkserkrankungen oder Operationen. Dann beurteilt er das Gangbild, untersucht die Schmerzempfindlichkeit im Bereich der Hüfte und prüft eingehend die Bewegungen des Hüftgelenks.
Die Diagnose der Hüftgelenksarthrose wird vor allem durch die Röntgenuntersuchung gestellt. Hier lassen sich typische Zeichen einer Arthrose, z.B. eine Verschmälerung des Gelenkspaltes und Gelenkverknöcherungen erkennen. |
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| Wie wird die Arthrose des Hüftgelenks behandelt? |
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Einmal eingetreten, kann die Arthrose nicht mehr rückgängig gemacht werden. Symptome können jedoch gebessert und das Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden. Dazu dienen im Anfangsstadium schmerzlindernde Medikamente und eine Krankengymnastik. Extreme Belastungen sollten vermieden werden. Reichen diese Maßnahmen nicht mehr aus, ist häufig eine Operation notwendig. Dazu wird entweder die Belastungszone durch Umstellung des Hüftkopfes verändert oder das Hüftgelenk durch ein künstliches Gelenk (Endoprothese) ersetzt. Ziel der Behandlung ist die möglichst schnelle Wiederherstellung der Gelenkfunktion und der Gehfähigkeit.
Die Endoprothese
Bei dieser Operation wird das Hüftgelenk in Allgemeinnarkose oder Regionalbetäubung freigelegt, der Hüftkopf entfernt und die Gelenkpfanne sowie der Oberschenkelknochen für die Aufnahme der Prothese vorbereitet. Je nach Alter und Hüftsituation des Patienten kommen verschiedene Endoprothesen und Verankerungsmethoden in Betracht:
- zementfreie Totalendoprothese: Die Prothese wird durch abstützendes Knochengewebe in der Oberfläche der Prothesenteile verankert.
- zementierte Totalendoprothese: Hier verbindet ein Kunststoff, der schnell aushärtet ("Knochenzement"), die Hüftendoprothese mit dem Knochen.
Komplikationen, wie eine Schädigung von Nerven und Blutgefäßen, Wundheilungsstörungen, Infektionen, eine Venenentzündung mit Bildung von Blutgerinnseln oder eine Lockerung der Prothese, treten nur im Ausnahmefall auf.
Unmittelbar nach der Operation beginnt die auf jeden Patienten individuell zugeschnittene, schrittweise Mobilisation unter Anleitung der Physiotherapeutin. Die Erfolgsaussichten der Operation sind gut. In der Regel kann der Patient nach Abschluss der Behandlung wieder ohne Beschwerden gehen und die Belastungen des täglichen Lebens erbringen, die seinem Alter angemessen sind. |
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 Schema einer Hüftgelenksendoprothese
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| Was Sie tun können |
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Gerade im Anfangsstadium der Hüftgelenksarthrose können Sie dazu beitragen, dass die Erkrankung nicht oder langsamer fortschreitet:
- Bewegen Sie Ihre Gelenke täglich, auch wenn anfangs Beschwerden auftreten. Dies fördert die Durchblutung und die Beweglichkeit der Gelenke.
- Wärme, Massagen und Krankengymnastik beseitigen Muskelverspannungen und lindern Schmerzen.
- Reduzieren Sie Ihr Übergewicht! Damit entlasten Sie Ihre Gelenke.
- Stoffwechselerkrankungen und Durchblutungsstörungen müssen optimal behandelt werden, um die Versorgung des Knorpels mit Nährstoffen zu sichern.
- Durch orthopädische Schuhe oder Einlagen können Fehlstellungen der Gelenke korrigiert werden.
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