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Der Betroffene muss möglichst rasch in eine geeignete Klinik gebracht werden. Von Anfang an gilt es Schäden und Komplikationen zu verhindern. So werden bewusstlose Patienten häufig intubiert, mit Sauerstoff versorgt und evtl. künstlich beatmet, um einen bedrohlichen Sauerstoffmangel im Gehirn zu vermeiden.
In der Klinik werden Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma auf der Intensivstation behandelt. Mit medikamentösen und nicht-medikamentösen Verfahren wird ein erhöhter Hirndruck gesenkt und damit die Durchblutung des Gehirns gesichert. Im Einzelfall, z.B. bei Blutungen oder wenn der Hirndruck anderweitig nicht zu senken ist, muss operiert werden.
Rehabilitation
Nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma bleiben neben Lähmungserscheinungen, Gleichgewichtsstörungen und Empfindungsstörungen häufig auch Hirnleistungsstörungen mit Einschränkungen von Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Planen und Denken bestehen. Für die langfristige Wiedereingliederung in die Familie und in das Berufsleben sind die neuropsychologischen Störungen, d.h. die Hirnleistungsstörungen, von größerer Bedeutung als die Lähmungserscheinungen oder die anderen motorischen Ausfälle.
In Rehabilitationsprogrammen werden Patienten trainiert, ihren beruflichen und privaten Alltag wieder zu bewältigen. Behandelt werden u.a. motorische, psychologische, sprachliche und visuelle Ausfallserscheinungen nach einer Hirnschädigung. Wichtig ist dabei die Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen: Psychologie, Physiotherapie, Neurologie, Innere Medizin, Ergotherapie, Logopädie, Sporttherapie, Sozialpädagogik, Ernährungsberatung, Kunsttherapie, Freizeittherapie. |